Leichtathletik
Silber und Bronze für Stabhochspringer des LAZ
Auf ihren hauptamtlichen Trainer mussten die Sportler des LAZ Zweibrücken schon in den vergangenen zehn Tagen verzichten: Alexander Gakstädter plagt immer noch eine heftige Grippe samt Mittelohrentzündung. Insofern betreute er am Wochenende keine Athleten bei den süddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und U18-Klasse. Das kleine LAZ-Team kam in Frankfurt am Main dennoch gut zurecht.
Alexander Gakstädter war natürlich trotzdem bestens informiert, wie es für die LAZ-Athleten im Hessischen lief. Sie waren ja auch mitnichten allein unterwegs: Die Trainer Andrei Tivontchik und Patrick Könsgen unterstützten die Stabhochspringer, Übungsleiterin Ulrike Beyerlein LAZ-motivierte Dreispringer Malik Harrell, und FSJlerin Livia Könsgen war auch als Hilfe vor Ort ansprechbar.
Ophelia Bryant vom LAZ Zweibrücken landete im Stabhochsprung der Frauen mit einem Satz über 3,40 Meter auf Platz sechs. Sie hatte die 3,00 und 3,20 jeweils im ersten Versuch genommen, 3,40 Meter im dritten. „Bei ihr fehlt noch ein bisschen der technische Fokus bei härteren Stäben“, vermeldete Gakstädter. Die Norm für die Hallen-DM (3,60 m) verpasste sie damit. Den Wettkampf gewann Sarah Franziska Vogel (Eintracht Frankfurt/4,05 m).
Hausaufgaben für den Sommer
Ähnlich wie bei Bryant sei es bei Ben Silas Kribelbauer (Jahrgang 2007), der bei den Herren mit dem Stab Fünfter wurde. Der Mörsbacher übersprang seine Einstiegshöhe 4,75 Meter im ersten Versuch, brauchte für 4,90 Meter dann den dritten Anlauf. An 5,05 Meter scheiterte er. „Er muss jetzt einfach noch viele Technik-Sprünge im Training machen“, erklärt Gakstädter, was Kribelbauer bis zum Sommer noch fehlt. Vereinskollege Jakob Legner schnappte sich mit der gleichen Höhe (4,90 m), aber weniger Fehlversuchen die Bronzemedaille. An seine jüngst aufgestellte neue Bestleistung von 5,06 Meter kam er diesmal nicht heran. „Aber die Höhe ist die ganze Zeit da, es hat diesmal nur das Fein-Tuning nicht gestimmt“, unterstrich Gakstädter.
Silber gewann in Frankfurt in einem starken Wettkampf Lars Urich. Der aus Haßloch stammende Student der Sportwissenschaft in Saarbrücken verbesserte seine alte Bestmarke um fünf Zentimeter auf 5,35 Meter. „Lars ist gut gesprungen. Marc Metzger war an dem Tag einfach besser“, sagte Gakstädter anerkennend über den zwei Jahre älteren Starter des TSV Gräfelfing (5,45 m). Urich hat den Startplatz für die Hallen-DM in drei Wochen in Dortmund in der Tasche, Legner die B-Norm. Kribelbauer und David Könsgen treten schon in 14 Tagen bei der U20-Hallen-DM an.
Kein guter Tag
LAZ-Dreispringer Malik Harrell hatte bei den Männern keinen guten Tag erwischt. Kein Wunder: Der junge Mann aus Ernstweiler hatte am Montag am Hofenfels-Gymnasium sportpraktische Abiturprüfungen im Schwimmen, Volleyball und Turnen. Da gab der müde Körper nicht mehr her als 13,08 Meter im zweiten Versuch (Platz acht). „Weil außerdem seine Wade zugemacht hat, hat er den Wettkampf lieber nach dem vierten Versuch beendet“, erklärte Trainerin Ulrike Beyerlein. Bloß vor der Freiluftsaison keine Verletzung riskieren.
Mittelstreckler David Bauer von der VT Zweibrücken hat über 1500 Meter der U18-Altersklasse (2009/10) seine aufgestellte Bestzeit bestätigt. Nach schnellem Rennbeginn schloss der 15-jährige Hinterweidenthaler mit entschlossenem Endspurt in seinem Rennen fast wieder zur Spitze auf und wurde Vierter (4:24,45 min) und Gesamt-13. der beiden Zeitläufe.