Handball
SG Zweibrücken: Starke Abwehr und treffsicherer Rückraum
Die Mülheimer, deren Abstiegssorgen durch die Niederlage gewachsen sind, hatten sich zur Unterstützung etliche Feuerwehrleute eingeladen. Dass die Gastgeber auf dem Feld wie die Feuerwehr loslegten, verhinderte die aufmerksame Zweibrücker Abwehr.
Die SG war von Beginn an fokussiert, ließ sich auch durch den Ausfall von Spielmacher Nils Wöschler, der sich im Training eine Bänderverletzung zugezogen hatte, nicht aus der Spur bringen. „Das haben die Jungs wirklich gut gemacht“, lobte SG-Trainer Marek Galla. Entscheidend sei einmal mehr gewesen, „dass wir ein Team waren, sehr gut zusammengearbeitet haben“, ergänzte der Coach.
22 Rückraum-Tore
In Spiellaune präsentierte sich Zweibrückens Rückraum. Stephan Jahn und Joshua Eberhard übernahmen im Wechsel die Spielgestaltung und die Verantwortung fürs Torewerfen. Galla: „Positiv war, dass Tom Ihl nach seiner Verletzung wieder helfen konnte.“ 22 der 29 Zweibrücker Tore erzielten die drei Rückraum-Kanoniere. Dass der Rückraum traf, hatte zur Folge, „dass unsere Außenspieler nicht so viele Chancen bekamen“, merkte Galla schmunzelnd an.
Eberhard, der zehn Tore erzielte – darunter auch sein erster Strafwurf in dieser Runde, den er verwandelte –, warf die SG mit 1:0 in Führung. Bis zum 6:6 (12.) war’s ein ausgeglichenes Spiel. Tim Hemmerle, der beim Hinspielsieg der Mülheimer in Zweibrücken noch acht Treffer versenkt hatte, hatte die SG-Abwehr inklusive der Torhüter gut im Griff. Gerade mal zwei Feldtore gestatteten sie dem Rückraum-Torjäger.
Wichtige Parade von Zajac
Mitte der ersten Halbzeit gelang Ihl, Nico Gräber und Eberhard ein 3:0-Lauf zum 9:6. Mülheim blieb dran, Max Zerwas glich zum 12:12 aus. Die SG ging aber verdient mit einer Führung in die Kabine. Tim Eisel traf in der Schlussminute des ersten Durchgangs zur 15:14-Halbzeitführung.
Nach der Pause wechselte die Führung. 18:17 (36.) durch Hemmerle und sechs Minuten später – erneut traf Zerwas – lag Mülheim 22:19 vorne. Das Spiel ging in die entscheidende Phase. Ihl verkürzte auf 20:22. Dann parierte Damian Zajac im SG-Tor einen Strafwurf von Alexander Backes. Eine sehr wichtige Aktion. Jakob Schaum brachte die Zweibrücker auf 21:22 heran. Beim 24:24 durch Stephan Jahn (53.) war alles offen. „Die Abwehr hat gut gestanden“, lobte Galla. Samuel Reitz erzielte mit dem 26:25 erstmals wieder eine Zweibrücker Führung, Eisel erhöhte auf 27:25. Noch war nichts entschieden. Hemmerle verkürzte 45 Sekunden vor dem Abpfiff per Strafwurf auf 26:27. Aber Jahn und Max Kroner schlossen die beiden letzten SG-Angriffe gegen offen deckende Mülheimer erfolgreich zum 29:26-Endstand ab.
SO SPIELTEN SIE
SG Zweibrücken: Zajac, Dentzer – Ihl (5), Jahn (7), Eberhard (10/1) – Hammann, Graeber (2) – Eisel (2) – Abel, Schaum (1), Kroner (1), Reitz (1), Becker, Leufke.