Zweibrücken Selbstvertrauen ja, Euphorie nein
Zweibrücken. Den SV Palatia Contwig hätte man nach einem Drittel der Saison nicht auf dem vorletzten Tabellenplatz der A-Klasse Pirmasens-Zweibrücken erwartet. Am Contwiger Bahnhof geht nach zwei Siegen und zehn Niederlagen allerdings das Abstiegsgespenst um. Ein Heimerfolg gegen den SV Bottenbach soll nun am Sonntag (15 Uhr) die Bilanz aufbessern.
In der B-Klasse Pirmasens-Zweibrücken West will sich der TuS Maßweiler auch in der Begegnung gegen die Spielvereinigung Hornbach-Rimschweiler als Spitzenmannschaft präsentieren, Anpfiff auf dem TuS-Sportplatz ist am Sonntag um 15.30 Uhr. Auf den VfL Wallhalben wartet in der C-Klasse Pirmasens-Zweibrücken Mitte eine vermeintlich leichte Auswärtsaufgabe beim SV Donsieders (Sonntag, 15.30 Uhr). Zuletzt hat die Contwiger Palatia 1:3 gegen das Spitzenteam SG Waldfischbach verloren. Spielleiter Jürgen Hoffmann hält das aber für nicht weiter tragisch. „Kein Beinbruch“, sagt er, gegen Waldfischbach könne man verlieren. Contwig habe die Partie offen gestaltet, sei zeitweilig „am Drücker“ gewesen. „Die Leistung hat gestimmt, daran wollen wir gegen Bottenbach anknüpfen“, sieht der Spielleiter am Sonntag gute Chancen auf einen dreifachen Punktgewinn. Contwig werde auf den Heimvorteil setzen. Den Gegner kann Hoffmann nicht wirklich einschätzen. „Zuletzt hat die Bottenbacher Mannschaft ja 2:2 gegen Ixheim gespielt, war vielleicht wegen der Kerwe besonders motiviert“, mutmaßt er. Die Palatia brauche in ihrer Situation keine besondere Motivation. Als Kellerkind müsse man Punkte für den Klassenerhalt sammeln. Das könne Contwig am Sonntag mit einem fast vollzähligen Kader. Lediglich auf den Langzeitverletzten Lukas Bärmann müsse man verzichten. Der TuS Maßweiler hat bislang eine glänzende Runde gespielt. Nach zwölf Spieltagen hat die Mannschaft von Spielertrainer Christian Meier in der B-Klasse 30 Punkte gesammelt. „Die Stimmung im Team ist gut“, kann der Coach verkünden. Von einer richtigen Euphoriewelle sei man allerdings noch ein Stück weit entfernt. Meier: „Es ist jetzt nicht so, dass hier einer abhebt.“ Mit der Spielgemeinschaft Hornbach-Rimschweiler kommt am Sonntag eine Mannschaft auf den Maßweiler Hartplatz, die wegen vieler verletzter Stammspieler bislang unter ihren Möglichkeiten geblieben ist. Meier bezeichnet die Aufgabe dennoch als schwierig: „Wir haben zu Hause seit fast einem Jahr kein Spiel mehr verloren. Die letzte Mannschaft, die uns hier geschlagen hat, war ausgerechnet Hornbach-Rimschweiler.“ Unterschätzen werde man den Gegner daher sicherlich nicht. Im C-Klasse-Lokalderby gegen den SC Winterbach am vergangenen Sonntag hat sich der VfL Wallhalben mit 4:1 durchgesetzt. Den SC Winterbach kann man zweifelsfrei als eine der spielstärksten Mannschaften der C-Klasse Pirmasens-Zweibrücken Mitte betrachten. Wenn der Spitzenreiter Wallhalben jetzt beim Tabellenelften Donsieders antritt, scheint der Ausgang der Partie klar zu sein. Der VfL hat bislang als einziges „Misserfolgserlebnis“ ein Unentschieden in der Bilanz stehen, Donsieders hat dagegen im bisherigen Saisonverlauf bereits fünf Niederlagen kassiert. Wallhalbens Spielleiter Dirk Stiwitz will von einem Selbstläufer allerdings nichts wissen. Er erinnert an eben jenes Remis am elften Spieltag gegen den SV Martinshöhe II. „Es gibt solche schlechten Tage, an denen man es einfach nicht schafft, ein Tor zu erzielen“, sagt Stiwitz. Mit leichtfertiger Spielweise habe das aber nichts zu tun. Martinshöhe habe damals gut verteidigt, auch dem SV Donsieders müsse man eine gute Abwehrleistung zutrauen. Deshalb werde der Tabellenführer konzentriert in das Spiel gehen. Personell jedoch nicht komplett, Jens Seegmüller fehlt verletzungsbedingt. (bun)