Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Schwebius hat seinen Ausflug nach Riga versilbert

Stolz mit Pokal und Silbermedaille: „Hornets“-Spieler Elia Schwebius nach dem Finale der Polizei-Weltmeisterschaft in Lettland.
Stolz mit Pokal und Silbermedaille: »Hornets«-Spieler Elia Schwebius nach dem Finale der Polizei-Weltmeisterschaft in Lettland.

Elia Schwebius vom EHC Zweibrücken ist rumgekommen in der Welt. Der Höhepunkt im März war sportlicher Natur. Der nächste Termin steht am Wochenende an.

Im März war Elia Schwebius, Spieler des EHC Zweibrücken in der Baden-Württemberg-Liga, doch ein bisschen im Reisestress. Erst stand die Polizei-Weltmeisterschaft mit dem deutschen Nationalteam im lettischen Riga an, dann ein Urlaub im US-amerikanischen Seattle. Jetzt am Wochenende tritt er mit dem Ravensburger Team wieder beim deutschen Polizei-Eishockey-Cup in Füssen an. „Danach reicht es dann auch mal wieder mit dem Eishockey“, verrät der 25-Jährige lachend, der mit seiner Freundin im Landkreis Südwestpfalz lebt. Jetzt in Füssen spielen rund 20 Teams mit.

Empfang in der Botschaft

Witzigerweise ist jener Deutschlandpokal, um den Schwebius jetzt wieder spielt, im vergangenen Jahr genau der Ausgangspunkt für seine spätere Abenteuerreise mit dem Motto „WM-Teilnahme“ gewesen. Damals war der Kommissar im gehobenen Dienst in der Polizeiinspektion Pirmasens den Verantwortlichen der Nationalmannschaft aufgefallen. Einen Lehrgang später samt Testspiel landete er dann im Kader für die Polizei-WM im lettischen Riga. Auch „Hornets“-Teamkollege Alexander Lust aus Bayern gehörte zu den insgesamt 20 Spielern.

Bei der Weltmeisterschaft der International Police Association (IPA) in der lettischen Hauptstadt Riga hatte das deutsche Team gerade mal eine Trainingseinheit auf dem Eis, um nach dem Lehrgang im September 2025 zusammenzufinden. „Wir waren ja eine bunt zusammengewürfelte Truppe, aber das hat gut geklappt“, berichtet Schwebius. Nach dem Training ging es direkt zu einem Empfang der Delegation in der deutschen Botschaft, tags zuvor hatte das Team eine kleine Stadterkundung gemacht. „Schön war, dass die Botschafterin und einige des Botschaftspersonals dann auch zu unseren Spielen gekommen sind“, hält Schwebius fest.

Wie gut die deutsche Truppe zusammengefunden hatte, das zeigte sie gleich in den ersten der vier Vorrundenspielen über dreimal zwölf Minuten Spielzeit. „Wir hatten da schon ein anständiges Pensum“, stellt der EHC-Spieler trotz der verkürzten Spielzeit (sonst dreimal 20 Minuten) fest. Denn am ersten Tag standen für das deutsche Team drei Matches, am zweiten Tag zwei Partien und am Abschlusstag das Halbfinale und das Endspiel an. „Da warst du am Ende des Tages echt froh, wenn du aus den Schlittschuhen raus warst“, erzählt Schwebius lachend. Mit der Regeneration sei es daher nicht so einfach gewesen, „aber wir hatten eine supergute Physiotherapeutin dabei“.

Im ersten Match schlugen die Deutschen die lettische Vertretung deutlich mit 8:0, Schwebius trug sich da mit einer Vorlage in die Scorerliste ein. Zur guten Stimmung im Team trug sicher auch eine Anekdote nach dem Spiel bei. „Eigentlich sollte, wie bei großen Turnieren üblich, immer die Nationalhymne des Siegers gespielt werden. Aus irgendeinem Grund hat das bei uns nicht geklappt. Und weil wir nicht ewig rumstehen wollten, haben wir einfach angefangen, selbst zu singen“, berichtet Schwebius. Das zweite Match verloren die Deutschen gegen Municipal Police nach Penaltyschießen mit 4:5, in Spiel drei sprang beim 4:0 gegen die Schweiz wieder ein Sieg heraus. Tags darauf setzte es gegen Polen einen 5:4-Erfolg im Penaltyschießen, am klaren 18:0 gegen Estland im Viertelfinale war Schwebius wieder mit einigen Assists beteiligt.

Am Ende ist die Kirsche silber

Nach dem 4:0-Sieg im Halbfinale gegen erneut die Municipal Police seien die Schweizer im Endspiel dann effizienter und frischer im Kopf gewesen. „Deren 5:1-Erfolg war verdient, vielleicht vom Ergebnis ein bisschen zu hoch“, erkannte Schwebius die Leistung an. Nach der ersten Enttäuschung – („Du würdest ja die Kirsche auf der Torte schon gerne auch mitnehmen“) – freuten sich sein Team und er aber riesig über die Silbermedaille. „Die Erwartungshaltung der Trainer im Vorfeld war ja, dass wir im oberen Mittelfeld abschließen. Insofern war das ein prima Erfolg. Ich würde so ein WM-Turnier auf jeden Fall wieder mitmachen“, zieht Schwebius für sich selbst Bilanz.

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