Käshofen / Bechhofen / Rosenkopf
Schnelles Internet könnte schnell gehen in drei Sickingerhöh-Dörfern
Begonnen hat die Verlegung der Leerrohre in Käshofen und Bechhofen schon im August. In Rosenkopf ist man nun seit dieser Woche tätig. Erkennbar ist das vor allem daran, dass Bautrupps jeweils auf einer Straßenseite arbeiten und dort, wo sie die Rohre verlegen, in der Regel innerhalb eines Tages mit den Arbeiten fertig sind.
Wer den Arbeitern zuvor mit Skepsis begegnet ist, wird nach bisherigem Stand eines Besseren belehrt. Ein Ehepaar aus Käshofen, das nicht namentlich genannt werden wollte, erzählte der RHEINPFALZ, dass seinem Eindruck nach Fachleute am Werk seien. Wenn es länger dauere, arbeiteten die Bautrupps im Ort so lange, bis sie fertig sind und aufgerissene Löcher verschlossen werden können. Auch vor Wochenendarbeit machten sie nicht Halt. Diesen Eindruck bestätigt Egon Gilbert, Bürgermeister in Käshofen. „Ich kann die Bauarbeiter alle nur loben. Die machen eine saubere Arbeit.“
Auch in Bechhofen sind die Arbeiter unübersehbar. Begonnen haben sie im Gebiet nördlich der Hauptstraße, rund um die Schule und an der Kindertagesstätte, noch vor Ende der Ferien. „Ich habe das angeregt. Damit der Schulbeginn reibungslos beginnen kann und der Bring- und Abholverkehr nicht behindert wird“, erzählt Bürgermeister Paul Sefrin. Er ist ebenfalls zufrieden. „Der Trupp arbeitet, so weit ich das beurteilen kann, ganz gut. Um die Arbeiten etwas im Auge zu behalten und um sie stichprobenhaft zu kontrollieren, haben wir das Ingenieurbüro Rogmann aus Homburg engagiert. Wir hatten auch schon einen Ortstermin und haben mit den Leuten gesprochen. Beim nächsten Mal nehmen wir noch eine Dolmetscherin aus dem Ort mit, die Spanisch spricht.“
Für jedes Dorf ist mittlerweile klar, wohin der für den Anschluss an das schnelle Netz notwendige Point of Presence (PoP) hinkommt. Weil in Bechhofen das Areal um Schule, Kita und Dorfgemeinschaftshaus neu gestaltet werden soll, wurde hier ein Standpunkt ausgesucht, an dem der PoP andere Projekte nicht beeinträchtigen kann. Dieser Standpunkt liegt in der hinteren Ecke des Lehrerparkplatzes an der Schulturnhalle. Hier, wie in Käshofen, wo der PoP am alten Friedhofsparkplatz aufgestellt wird, handelt es sich um ein Bauteil, das in der Erscheinung einer Fertiggarage ähnelt. Dessen exakte Größe hängt von der Fläche ab, die mit schnellem Internet zu versorgen ist.
Die hierfür notwendigen Baugenehmigungen seien schon erteilt, berichtet Adrian Sanchez Horn vom Unternehmen Liteyca, das von der UGG mit den Bauarbeiten betraut wurde. Der PoP in Bechhofen wird in den Herbstferien aufgestellt. Wann dies in Käshofen geschieht, weiß Sanchez Horn nicht, weil das Aufstellen eines PoPs im Auftrag der UGG wiederum ein anderes Unternehmen übernehme. Der PoP in Käshofen wird auch für den Anschluss der Rosenkopfer an das Glasfasernetz sorgen, teilt Bürgermeister Christian Plagemann mit.
Ab wann die schnellen Daten in den Dörfern fließen können, entzieht sich ebenfalls Sanchez Horns Kenntnis. Nach seiner Einschätzung wird das wohl erst im kommenden Jahr möglich sein. Zuvor müsse am Käshofer Wasserturm noch ein Übergabepunkt realisiert werden.