Zweibrücken Schnelle Herren im Binger Haus
«BINGEN.» Das bessere Handballteam im Oberliga-Duell zwischen der HSG Rhein-Nahe Bingen und dem SV 64 Zweibrücken waren am Sonntag die Zweibrücker (wir berichteten kurz). Folgerichtig entschied der Tabellenvierte die Partie mit 32:26 (13:10) für sich.
„Absolut verdient. Wir hatten das Spiel vom Anpfiff weg im Griff, waren nie in Gefahr, es aus der Hand zu geben“, freute sich SV-Trainer Stefan Bullacher. Um in Bingen zu gewinnen, genügte den Zweibrückern eine ordentliche Leistung. Und die lieferten ausgerechnet die SV-Spieler ab, die mit ein paar Handicaps angereist waren. Till Wöschler musste wegen Rückenproblemen kurzfristig komplett passen. Kapitän Tom Grieser, Linksaußen Benny Zellmer und Regisseur Tim Schaller plagten sich noch mit Erkältungen. Bullacher gönnte dem jungen Spielmacher deshalb zunächst eine Pause, begann mit Lukas Majbik. Und Zweibrücken machte gleich deutlich, dass es die Punkte mitnehmen wollte. Zellmer in der ersten Minute zum 1:0, dem Niklas Bayer, der sich langsam einwarf, das 2:0 folgen ließ und Schaller per Strafwurf zum 3:0. Erst in der siebten Spielminute gelang Bingen durch den zwölfmaligen Torschützen Max Grethen das erste Tor. Aber Zweibrücken blieb Herr im Binger Haus, führte nach 24 Minuten mit 9:6. Dann kam etwas Unordnung ins SV-Spiel, Bullacher nahm eine Auszeit. Den Zweibrückern gelang kein Tor, und Bingen verkürzte durch Grethen auf 8:9. „Aber selbst in dieser Phase fühlte es sich nicht so an, als sollten wir die Partie verlieren“, sagte Bullacher. Seine Mannschaft bestätigte sein Gefühl. Ein Doppelschlag von Grieser, und Zweibrücken führte wieder 11:8. Bayer baute die Führung auf 12:8 aus. Mit einem Drei-Tore-Vorsprung der Gäste ging es in die Pause, weil Grethen einen Strafwurf, der quasi mit dem Halbzeitpfiff gegeben wurde, nicht nutzen konnte. Nach der Pause verkürzte Grethen per Siebenmeter direkt auf 11:13. Aber dann begann Zweibrücken seine erkennbare spielerische Überlegenheit zunehmend in einen entsprechenden Vorsprung umzusetzen. Der SV war das in jeder Hinsicht schnellere Team. Jetzt drehte der Rückraum mit Bayer und Christopher Huber auf. Bingen fand keine Lösung, um das zu verteidigen, und so zog der SV auf 30:21 (54.) weg. Zellmer markierte das 30. Tor. In der Schlussphase ließen es die Zweibrücker etwas lockerer angehen; das nutzte Bingen noch ein bisschen zur Ergebniskosmetik. So spielten sie SV 64 Zweibrücken: Berz, Santarini (ab 31.) - Bayer (9), Majbik (3), Huber (6) - Hammann (3), Zellmer (3) - Grieser (2) - Schwarzer (1), Schaller (5/3), Dobrani Spielfilm: 1:5 (10.), 4:6 (14.), 6:9 (24.), 8:9 (26.), 10:13 (Halbzeit), 12:17 (35.), 15:21 (39.), 20:27 (51.), 24:32 (59.), 26:32 (Ende) - Siebenmeter: 8/7 - 3/3 - Zeitstrafen: 3:4 - Zuschauer: 90 - Schiedsrichter: Olbrich/Plattner (Mendig/Vallendar).