Zweibrücken Scherzkekse weisen Brauereigelände als „Brauereipark“ aus

An der Ecke Hofenfels-/Parkstraße steht das selbst gemalte Schild.
An der Ecke Hofenfels-/Parkstraße steht das selbst gemalte Schild.

Unbekannte haben Ende Juli an der Ecke Hofenfels-/ Parkstraße ein handgemaltes Schild mit Parklandschaft und dem Schriftzug „Coming soon (Kommt bald:) Willkommen Brauereipark“ aufgehängt. Und zwar mit Lochband an zwei bestehenden Pfosten, von denen einer ein Stoppschild und die Ampel aus der Parkstraße kommend trägt. Dies blieb auch der Stadtverwaltung nicht verborgen, trotz Stadtfestauf- und abbau.

„Ein bisschen Spaß muss sein“, kommentiert Stadt-Pressesprecher Jens John auf Anfrage. Und ergänzt: „Wir mussten schon schmunzeln, als wir es gesehen haben. Und sind uns auch bewusst, welche Arbeit hinter so einem handgemalten Schild steckt“, meint er. Dennoch muss das Schild wieder weg. Denn: „Man darf nicht einfach Dinge an öffentlicher Straßenbeschilderung aufhängen oder gar an Ampeln“, so John.

Zwar sei durch das Anbringen des Schildes nichts beschädigt worden, aber das könne noch kommen. Das Schild sei nicht gerade klein und könne durch starken Wind etwa die Ampel beschädigen, falls es aus seiner Halterung gerissen werde, oder gar auf die Fahrbahn der Hofenfelsstraße geweht werden.

Daher appelliert die Stadt an den oder die Erschaffer des Brauereipark-Schildes, selbiges wieder eigenhändig zu entfernen. Bis zum Wochenende hatten die Angesprochenen – die Stadt weiß nicht, um wen es sich handelt – Zeit, ihr kleines Kunstwerk wieder abzubauen. „Und damit hätte es sich auch“, sagt John, eine Bestrafung oder Anzeige sei dann nicht zu befürchten.

Werden die Schild-Aufsteller nicht selbst aktiv, muss laut John die Stadt das Schild entfernen, vermutlich als Auftraggeber für Stadtwerke oder UBZ. „Die Stadtwerke sind zuständig für die Ampeln, der UBZ für die Straßenüberwachung“, so der Stadtsprecher. Wer genau zuständig ist, sei noch nicht geklärt, denn bisher habe es einen solchen Fall in Zweibrücken nicht gegeben, die Erfahrungswerte seien daher gleich null.

Umso mehr hoffe man bei der Stadt, dass der Urheber des Scherz-Schildes, das sich wohl auf das verzögerte Bauvorhaben und den Zustand des Brauereigeländes bezieht, es doch noch entfernt in den kommenden Tagen. Falls der Fall der „behördlichen Zwangsentfernung als Ersatzvornahme“, so der Fachjargon, unausweichlich ist, kann John nicht voraussagen, was mit dem Schild passiert. „Es gehört ja der Stadt nicht“, stellt er klar.

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