Zweibrücken Satirepolitiker Schmidt erwägt, bei der CDU anzuklopfen
Aaron Schmidt sitzt künftig als fraktionsloses Ratsmitglied im Zweibrücker Stadtrat. Bisher bildete er zusammen mit Bernd Henner, vormals Ringle, die Fraktion „Die Linke/Die Partei“. Henner aber hat sich nicht nur von seinem vormaligen Nachnamen verabschiedet, sondern auch von seiner vormaligen Partei, der Linkspartei. Henner ist nämlich aus der Linkspartei ausgetreten und will in die SPD eintreten. Im Stadtrat hat er die Fraktion „Linke/Partei“ verlassen und sich der SPD-Fraktion angeschlossen. Das hat der verlassene Aaron Schmidt öffentlich gemacht, der für die Satirepartei „Die Partei“ im Stadtrat sitzt.
Schmidt sagte auf Anfrage, er habe sich bisher noch keiner anderen Fraktion angeschlossen. „Bis dato gab es auch noch keine unseriösen Angebote.“ Schmidt weiter: „Entgegen dem Trend werde ich mich nicht der SPD anschließen, auch wenn dort die Aufstiegschancen durchaus groß sind.“ Auch die „Fraktion Schneider, äh Bürgernah“ sehe er nicht als seine künftige politische Heimat, wobei der Satiriker sofort einschränkt: „Obwohl, vielleicht könnte man dann mal jemandes Redefluss’ auf das Notwendigste begrenzen. Das würde mich durchaus reizen.“ Schmidt erwägt indes, Kontakt mit den Christdemokraten aufzunehmen: „Vielleicht klopfe ich mal bei der CDU-Fraktion an. Irgendjemand muss denen ja mal das mit den christlichen Werten erklären.“ Auch „ein Angebot der FDP fände ich höchst spannend“, schließt Schmidt. Aus Erfahrung an dieser Stelle der Hinweis: Alle Aussagen Schmidts könnten auch ironisch gemeint sein.
Henner verlässt Partei und Fraktion und wird Genosse
Bernd Henner, der als Pflegedirektor im Saarland arbeitet, führte bisher den Stadtverband der Linken in Zweibrücken. Wie es mit der Partei weitergeht, das ist selbst für Parteifreunde offen. Das Büro der Linken in Kaiserslautern weiß derzeit selbst nicht, wer in Zweibrücken noch für die Linken aktiv ist. Der Zweibrücker Landtagskandidat der Linken bei der Wahl im März, Kristian Fink, ist nach Leipzig gezogen.