Zweibrücken Saarländer sperren den Wald nicht nur für Affen: Er wird nicht gefegt, sondern gekalkt
„Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt, der Wald wird gefegt.“ Bisher hielt man diesen Schlager für einen sinnfreien Partyfeger. Doch US-Präsident Trump hat uns eines Besseren belehrt. Er hält das Waldfegen für geboten, um Waldbrände zu verhindern. Jedenfalls hat er seinen Landsleuten in Kalifornien, die durch Waldbrände ihr Hab und Gut verloren hatten, vorgehalten, in den Wäldern das herabgefallene Laub nicht beseitigt zu haben. Er verwies auf die Finnen, die die Wälder entsprechend sauber hielten. Die Finnen bestreiten das. Die Saarländer hingegen haben eine ganz andere Taktik entwickelt: Sie kalken den Wald. Deshalb ist es derzeit zum Beispiel am Höcherberg verboten, im Wald spazieren zu gehen. Schilder wie das abgebildete und Absperrbänder verbieten den Zutritt. Und man muss neidlos anerkennen: Das Kalken hat Erfolg. Seit die Schilder hängen, hat es in dem großen Waldgebiet rund um den Höcherberg nämlich nicht gebrannt. Jetzt könnte man einwenden, dass es am Höcherberg noch nie einen Waldbrand gab, erst recht nicht im nassen November oder Dezember, aber das wäre doch pingelig. Tatsächlich kalkt das Saarland den Wald, weil der Boden durch Schadstoffe aus Verkehr, Haushalten und Industrie übersäuert ist. Das Kalken soll das Waldsterben bremsen.