Zweibrücken
Rosengarten: Unmut wegen geschlossener Gesellschaft am Freitag
Mehrere Leser haben sich bei der RHEINPFALZ beschwert: Sie finden es nicht nur für sich selbst schade, dass ihnen an diesem Nachmittag der Besuch des Rosengartens verwehrt bleibt, wie sie sagen, sondern fürchten, Gäste könnten nichtsahnend vor verschlossener Tür stehen. Darunter möglicherweise auch auswärtige Gäste, die längere Anfahrtswege auf sich genommen haben.
Dazu teilt auf Anfrage Stadtpressesprecher Jens John in Rücksprache mit dem Betreiber des Rosengartens, dem Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) mit: Der UBZ habe sowohl auf der Webseite des Rosengartens im Veranstaltungskalender, im Veranstaltungsflyer als auch bei den Öffnungszeiten per Google über die Schließung ab 15 Uhr informiert. Im Wortlaut ist dort für den Freitag zu lesen: „Wegen einer firmeninternen Veranstaltung schließt der Rosengarten bereits um 15 Uhr. Wir bitten um Ihr Verständnis.“
Jahreskartenbesitzer verärgert
Die firmeninterne Veranstaltung ist nach Auskunft von Jens John der Sommerempfang des Oberbürgermeisters. Dieser findet bereits zum dritten Mal im Rosengarten statt und abermals ausschließlich mit geladenen Gästen. John sagt: „Der Sommerempfang des Oberbürgermeisters ist das Äquivalent zum Neujahrsempfang, der in der Festhalle stattfand. Auch dieser war immer eine geschlossene Veranstaltung mit geladenen Gästen und keine offene Veranstaltung.“
Jahreskartenbesitzer störten sich auch daran, wie sie der RHEINPFALZ mitteilten, dass sie für das Fest der 1000 Lichter am 22. Juni sieben Euro Eintritt bezahlen mussten – trotz Jahreskarte. John begründet dies damit, „dass der Rosengarten wie bereits zu Saisonbeginn informiert, eine Besucherobergrenze von 4500 Besuchern für das Lichterfest einführen musste“. Somit habe man sich seit diesem Jahr für den Kartenvorverkauf entschieden, „um jedem interessierten Besucher die gleichen Möglichkeiten zu geben, sich Tickets für die Veranstaltung zu sichern“.
Bei über 7000 Jahreskartenbesitzern könne bei besucherbeschränkten Veranstaltungen wie dem Lichterfest oder dem Open Air mit 900 Besuchern pro Abend ohnehin nicht jedem Jahreskartenbesitzer der Eintritt garantiert werden, gibt John zu bedenken. Bei beiden Veranstaltungen erhielten Jahreskartenbesitzer jedoch Rabatte und zahlten einen ermäßigten Eintrittspreis von sieben Euro statt zwölf Euro beim Lichterfest und von zehn Euro statt zwölf Euro bei den Open Airs. Ein weiterer Grund für die Ticketpflicht – auch für Jahreskartenbesitzer – seien natürlich auch die in den letzten Jahren gestiegenen Kosten für Programm und Illumination, ergänzt John.