Zweibrücken Riesenfreude auf die große Bühne Husterhöhe
«CONTWIG/WALDFISCHBACH.» Das passt: Mit dem SV Palatia Contwig und der SG Waldfischbach bestreiten am Ostermontag (Anstoß 15 Uhr) die beiden Erstplatzierten der A-Klasse das Kreispokal-Endspiel im Pirmasenser Stadion auf der Husterhöhe. „Im FKP-Stadion zu spielen, ist etwas Besonderes“, findet Contwigs Trainer Max Blum. „Wir freuen uns alle riesig darauf. Das wird eine Supersache“, sagt auch Matthias Jordan, einer der drei Waldfischbacher Trainer.
Im Halbfinale beim B-Klassisten TSC Zweibrücken II lief Contwig erst mal einem Rückstand hinterher. Torgarant Mirko Tüllner hatte die Gastgeber kurz nach dem Seitenwechsel in Führung gebracht. Ein von Marcel Hoffmann verwandelter Foulelfmeter sorgte in der 72. Minute für den Ausgleich. Anschließend hatte die Mannschaft von Trainer Max Blum die besseren Chancen, eine davon nutzte der künftige Co-Trainer Nikolaus Sefrin neun Minuten vor dem Ende zum 2:1, Mesout Moutous besorgte in der 88. Spielminute den 3:1-Endstand. Fürs Finale am Ostermontag erhofft sich Contwigs Trainer Max Blum eine ebenso engagierte Leistung seiner Truppe. Schon des Umfelds wegen. Denn: „Im FKP-Stadion zu spielen, ist etwas Besonderes.“ Das A-Klassen-Punktspiel der Hinrunde zwischen beiden Mannschaften gewann die Palatia durch Tore von Marcel Hoffmann, Christoph Wolf, Peter Rausch und Tim Hüther nach 4:1-Führung mit 4:3. Coach Blum erwartet eine spannende Partie zwischen den beiden besten Teams der A-Klasse. „Die SG Waldfischbach hat eine junge, sehr laufstarke Mannschaft und ist top in die Rückrunde gestartet.“ In Waldfischbach ist man tief in die Vereinsgeschichte eingestiegen und hat ermittelt, dass seit über 30 Jahren keiner Fußballmannschaft mehr unterm Dach der Sportgemeinschaft der Finaleinzug gelungen ist. „Das weiß aber keiner mehr so genau“, erzählt Matthias Jordan. Wie auch die Protagonisten in den vergangenen Jahren, freuen sich die Kicker auf die Husterhöhe, wenn vor mehreren Hundert Zuschauern gespielt werden kann. „Das ist schon eine ganz besondere Situation“, unterstreicht der Lehrer. Es gebe keinen Favoriten in diesem Finale, sagt er weiter. Die Kontrahenten trennen in der Tabelle der A-Klasse zwar fünf Punkte, die Contwig mehr auf dem Konto hat, aber die Palatia hat auch eine Begegnung mehr absolviert. Zum Hinrunden-Match sagt Jordan: „Wir haben bereits 0:4 hinten gelegen, dann auf 3:4 aufgeholt und gute Chancen zum 4:4 nicht genutzt.“ Er erwartet von daher eine „kurzweilige, torreiche Begegnung mit viel Tempo“. Beide Mannschaften müssen übrigens am heutigen Samstag noch mal in der A-Klasse ran, bevor am Montag der Saisonhöhepunkt steigt: Waldfischbach gastiert ab 14 Uhr in Fehrbach und Contwig in Petersberg (16 Uhr). Als großes Plus in den Reihen der SGW sieht Jordan die sehr gute Kameradschaft. Die sei über Jahre hinweg schon gut gewesen, „doch mit Beginn der Saison sind alle noch einmal enger zusammengerückt“. Die Trainer, neben Jordan sind das Dirk Flammann und der wie Jordan noch mitspielende Martin Gampfer, lebten den Zusammenhalt vor. Das sei auch an Kleinigkeiten festzumachen. Wie selbstverständlich packen die Spieler immer wieder mit an, ob auf oder neben dem Fußballplatz. Arbeitsdienste sind überhaupt kein Problem. „Das steckt einfach in der Mannschaft drin“, hat Jordan erkannt. Seine Spieler wollten „bewusst Verantwortung übernehmen“. „Und dazu brauchen wir keine teambildenden Maßnahmen“, erklärt Jordan. Mit Philipp Holmes, der gerade an der IGS in Thaleischweiler-Fröschen sein Fachabitur abgelegt hat, steht nicht nur ein Vorzeigefußballer im SGW-Kasten: Der Schülersprecher wurde für „vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule“ sogar mit einem Preis der Ministerpräsidentin Malu Dreyer ausgezeichnet. Und auch wenn Holmes zuletzt fehlte, könnte es sein, dass er im Finale im Tor steht, denn Stammkeeper Jordan ist an Ostermontag in Urlaub. „Das ist fast schon tragisch und nicht einfach für mich, aber es ist halt so“, meint Matthias Jordan selbst dazu.