Fußball
Rieschweilers Trainer Hüther: Wir spielen nicht mehr so gut
Die Hinterweidenthaler kommen vor dem 23. und damit sechstletzten Saisonspiel in der auf 15 Teams geschrumpften Liga auf 18 Punkte, Rieschweiler steht bei 23 Zählern. „Wenn wir gewinnen, sind wir dran. Wenn wir verlieren, ist Rieschweiler mit dann acht Punkten Vorsprung wahrscheinlich weg“, verdeutlicht SVH-Sportvorstand Florian Eder, warum die drei Punkte in diesem Spiel besonders wichtig sind und gefühlt doppelt zählen. Außer Rieschweiler sind für Hinterweidenthal aktuell noch der FC Schmittweiler-Callbach und der SV Winterbach (beide 24 Punkte) in Schlagdistanz. Der auf Rang zehn liegende TSC Zweibrücken, gecoacht vom künftigen SVH-Trainer Denis Jung, dürfte mit bereits 27 Punkten und noch zwei Nachholspielen in der Hinterhand nur noch schwer einzuholen sein.
Von den verbleibenden sechs Saisonspielen darf Hinterweidenthal noch vier zu Hause austragen. Zwei Wochen nach der Partie gegen Rieschweiler muss der SV Winterbach unterm Heibertstein antreten. Dazwischen liegt das prestigeträchtige Derby bei den Sportfreunden Bundenthal. „Wir wollen die Klasse halten, und grundsätzlich ist es möglich, in der Tabelle noch zwei Plätze gutzumachen – wenn wir unsere Heimspiele gewinnen“, sagt Eder.
Verzwickte Lage
Durch die neue Regel, wonach die Absteiger aus der Verbandsliga möglichst gleichmäßig auf die Landesligen Ost und West verteilt werden sollen, sei die Lage etwas schwierig zu beurteilen. Der abgemeldete TuS Rüssingen steht als Absteiger bereits fest. Bundenthal will nach eigenem Bekunden in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Fischbach nächste Saison (wenn möglich) in der B-Klasse einen Neuanfang starten. Der momentane drittletzte Platz könnte, je nach Konstellation in der Verbandsliga, für den Landesligaverbleib reichen.
Auf Rechenspiele will sich Rieschweilers Trainer Björn Hüther gar nicht einlassen. „Auch wenn der viertletzte Platz reichen könnte, wollen wir auf alle Fälle vier Teams hinter uns lassen“, betont der Polizeibeamte. Dazu müsse seine Mannschaft schnellstens die Kurve kriegen. Denn nach guter Hinrunde verlor die SGR alle fünf Spiele nach der Winterpause und rutschte dementsprechend in der Tabelle ab. Dafür nennt Hüther mehrere Gründe. Zum Auftakt nach der Winterpause musste seine Mannschaft gegen zwei starke Gegner antreten. Bei Spitzenreiter Baumholder führte die Hüther-Elf mit 2:1, verlor dann einen Spieler durch Feldverweis und letztlich auch das Spiel. „Danach sind wir in einen Strudel geraten, aus dem wir nicht herausgekommen sind“, erklärt Hüther. Verletzte kamen hinzu. Zudem musste Rieschweiler immer gegen das Team antreten, das am Spieltag zuvor durch Rüssingens Rückzug spielfrei war und sich erholen konnte. Und seine eigene Mannschaft habe von Rüssingens Abmeldung am wenigsten profitiert, sondern habe die meisten Punkte abgezogen bekommen. Hüther: „Aber wir wollen keine Ausreden suchen. Wir spielen nicht mehr so gut wie in der Vorrunde.“
Ein Gegner mit „Typen“
Gegner Hinterweidenthal, der nach der Winterpause immerhin neun Punkte eingefahren hat, verfüge über „eine gestandene Mannschaft mit vielen Typen, die vorneweggehen – die können nicht nur kämpfen, sondern spielen guten Fußball“, urteilt Hüther. Am Dienstagabend gewann der SVH ein Testspiel gegen die U19 des FC Homburg nach 4:0-Führung (Torschützen: Steffen Sprau, Kim-Dan Schenk und zweimal Felix Burkhard) letztlich mit 4:3.