Zweibrücken Riedelbergs Zweite top-motiviert
«ZWEIBRÜCKEN.»Mit dem 9:4 gegen den TTC Nünschweiler 2 mausern sich die Herren der VT Zweibrücken in der Tischtennis-Bezirksliga zum Spitzenteam. Der TTC Riedelberg 2 ist auch nach dem 8:8 gegen die VT Contwig die Überraschungsmannschaft der Bezirksklasse West. Und mit dem 9:2 im Spitzenspiel der Kreisliga West schnappte der SV Mörsbach 3 dem TTC Riedelberg 3 die Tabellenführung weg.
So wirklich war mit der VT Zweibrücken in der Herren-Bezirksliga in diesem Jahr nicht zu rechnen. Im Vorjahr rutschte das Team zum Ende der Saison tabellarisch immer weiter nach hinten, konnte trotz der drei Top-Spieler Paul Miller, Patrik Müller und Sebastian Schwartz kaum mehr Punkte einfahren. Nun das Kontrastprogramm: Gegen den TTC Nünschweiler 2 feierte die VTZ schon den vierten Sieg in Folge. Dabei standen sich zwei personell geschwächte Teams gegenüber: Beide traten mit je drei Ersatzspielern an. Der TTC Nünschweiler 2 hatte seine Nothelfer aus der vierten Mannschaft rekrutiert. Bei der VTZ spielten mit Stefan Langer und Jürgen Peter zwei Akteure, die ohne Probleme zu einem Bezirksliga-Spiel antreten können. So lief die Partie auch zugunsten der VTZ. Zwei Doppelsiege sprangen heraus, wenn auch Jürgen Peter und Daniel Panzilius erst knapp mit 16:14 im fünften Durchgang gegen Nünschweilers Manfred Schütz/Philipp Bißbort siegten. Schwartz hatte im Anschluss auch seine Probleme mit Angriffsspieler Marc Roos, der den Zweibrücker in den fünften Satz zwang. Danach lief es aber wie am Schnürchen für die VTZ, die sich mehr und mehr absetzte. Stefan Langer machte mit einem 11:8, 8:11, 11:8 und 12:10 gegen Manfred Schütz den 9:4-Sieg perfekt. Nun steht am kommenden Donnerstag die Spitzenpartie zwischen der VTZ und Tabellenführer SV Mörsbach an. Der SVM ist im Stadtderby gegen den Tabellendritten klarer Favorit. Die Wettquoten für den Tipp, dass der TTC Riedelberg 2 auf Rang zwei in der Bezirksklasse West überwintert, hätten vor der Saison wohl sehr hoch gestanden. „Wir haben überhaupt nicht mit so einem Rundenverlauf gerechnet“, gibt TTC-Kapitän Sebastian Altoé zu, der mit dem Unentschieden gegen Bezirksklassen-„Dino“ VT Contwig keineswegs unzufrieden war. „Wir erwarten auch nicht, dass wir am Ende der Runde auf Rang zwei stehen. Falls wir doch aufsteigen, brauchen wir bestimmt noch zwei, drei Spieler, um in der Bezirksliga mithalten zu können“, sagte er weiter. Gegen Contwig hatte die Riedelberger Zweite gerade im Spitzenpaarkreuz gegen Markus Wilhelm und Paul Sefrin ihre Probleme, musste alle vier Punkte abgeben. Obwohl Kapitän Altoé und Norbert Feix zum Teil nah dran waren an einem Sieg. Feix unterlag Paul Sefrin knapp mit 2:3. „Sefrin und Wilhelm haben das Spiel komplett rumgerissen“, stellte Altoé fest, der seinem Team aber eine Top-Motivation bescheinigte. Trotz eines 1:4-Rückstandes wurde noch das Unentschieden erreicht. Vor dem Abschlussdoppel führte Riedelberg sogar mit 8:7. Dann kamen Wilhelm/Sefrin, die mit 3:0 gegen den Riedelberger Nachwuchsspieler Benjamin Gondal und Altoé siegten. Mit 17:3-Punkten ist der TTC Riedelberg 2 Zweiter hinter dem verlustpunktfreien TV Höheinöd. Einen Führungswechsel gab es in der Kreisliga West. Titelfavorit SV Mörsbach 3 hatte sich bis dato bei acht Siegen nur ein Remis geleistet. Der SVM war trotzdem nicht Tabellenführer, weil der TTC Riedelberg 3 bis zum Wochenende eine gänzlich blütenweiße Weste hatte. Das haben die Mörsbacher nun geändert: Sie fügten der Riedelberger Dritten eine klare 2:9-Niederlage zu. Nach drei Doppeln und zwei Einzeln war das Spiel schon entschieden: Der SVM führte da bereits mit 5:0. So wird die Forderung nach dem Aufstieg, die Michael Stephan im Lauf der Saison aussprach, nachhaltig untermauert. Mehr als ein bisschen Ergebniskosmetik durch Siege von Thomas Haller und Daniel Schwarz war nicht mehr drin für die Riedelberger. Beide Teams ist der Aufstieg trotz des Wechsels an der Tabellenspitze kaum noch zu nehmen: Fünf Punkte trennen den SVM, vier Zähler die Riedelberger vom Verfolgerfeld. Beide Teams sind außerdem derart stark besetzt, dass Punktverluste kaum denkbar sind.