Zweibrücken
Reparaturcafé findet neues Zuhause
Nachdem das Reparaturcafé Zweibrücken seine Räume im Hauptbahnhof verlassen muss, hat es schnell eine neue Bleibe gefunden: in der ehemaligen Hauptschule Nord gegenüber dem Hilgard-Center. Am 10. Januar findet der erste Reparaturtermin im Raum neben der Jugendbücherei statt. Das teilte Organisatorin Barbara Danner-Schmidt mit. Danach kann man immer am ersten Freitag im Monat von 16 bis 19 Uhr kaputte Gegenstände vorbeibringen, und Ehrenamtliche schauen, ob sie sich noch reparieren lassen.
Das Rote Kreuz verlässt den Bahnhof
Bisher nutzte das Reparaturcafé der Umweltschutz-Initiative ZW-vernetzt die Räume des Kleiderkaufhauses im linken Teil des Bahnhofs. Das Kleiderkaufhaus ist wie der Backshop, der Kiosk und die Postagentur ein Angebot des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Bahnhofsgebäude. Das DRK verlässt den Bahnhof aber zum 30. November. Laut Kreisgeschäftsführer Hans Prager hatte der neue Besitzer des Gebäudes höhere Nebenkosten verlangt, sich aber weniger um das Gebäude gekümmert als der Vorbesitzer, die Zweibrücker Gewobau.
Durch den Umzug des DRK wurde auch das Reparaturcafé heimatlos. Nun hat sich jedoch schnell eine neue Bleibe gefunden. Nachdem sie die Stadt um Unterstützung gebeten habe, habe die den Raum in der früheren Hauptschule angeboten, erzählt Barbara Danner-Schmidt. Bereits am Freitag sei das Reparaturcafé umgezogen. „Wir sind froh, dass wir so schnell einen neuen Raum gefunden haben und fast nahtlos weitermachen können“, freut sich die Organisatorin.
„Gegen Ressourcenverschwendung“
„Mir war es wichtig, dass wir sehr schnell einen neuen, geeigneten Ort für das Reparaturcafé finden. Die meisten von uns werfen Sachen viel zu schnell auf den Müll, obwohl das gar nicht immer nötig ist. Unser Reparaturcafé ist jetzt in seinen neuen Räumen wieder da, um einen Beitrag für Umweltschutz und gegen Ressourcenverschwendung zu leisten – repariertes Gerät für repariertes Gerät“, wird Oberbürgermeister Marold Wosnitza in einer Pressemitteilung von ZW-vernetzt zitiert.
Das Reparaturcafé gibt es seit gut zwei Jahren. Seit September 2022 engagieren sich dort 25 Helfer ehrenamtlich. „Wir hatten in den zwei Jahren rund 40 Termine mit etwa 500 Gästen“, berichtet Danner-Schmidt und ergänzt: „Unser Team ist sehr motiviert, es ist schön, dass wir weitermachen können!“
Defekte Alltagsgegenstände gemeinsam reparieren
In einem Reparaturcafé werden defekte Alltagsgegenstände gemeinsam repariert, beispielsweise Haushaltsgeräte, Fahrräder und Nähmaschinen. Die Helfer stellen Werkzeuge sowie ihr Wissen und Können zur Verfügung. „Es handelt sich nicht um einen kostenlosen Reparaturservice, sondern um Hilfe zur Selbsthilfe. Bei Kaffee und Kuchen kommt man auch ins Gespräch“, schildert die Organisatorin die Treffen. Bei jedem Treffen kämen etwas über zehn Besucher, hatte sie Anfang Oktober im Gespräch mit der RHEINPFALZ erzählt. Mehr sei nicht zu schaffen, denn der Platz sei begrenzt. Meistens kämen Leute mit kaputten Elektrogeräten, und an der Werkbank ließen sich nur drei Geräte gleichzeitig reparieren. Für Fahrräder und Nähmaschinen gebe es dagegen noch Kapazitäten. Nicht alle kaputten Gegenstände lassen sich auch tatsächlich reparieren. Manchmal fehlen die Kenntnisse, manchmal liegt es an fehlenden Ersatzteilen.
Info
Das Reparaturcafé Zweibrücken findet normalerweise am ersten Freitag im Monat statt, von 16 bis 19 Uhr. Terminabweichungen – wie am 10. Januar – sind möglich. Anmelden muss man sich über das Kontaktformular auf der Homepage unter reparaturcafe-zw.de, per Mail an kontakt@reparaturcafe-zw.de oder telefonisch unter der Nummer 0178 6138311.