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Regionalliga: Ein Strohhalm bleibt den Prätorianern noch
Die Regionalliga-Partie der Pirmasens Praetorians gegen das frühere GFL-Team aus Hessen auf dem Naturrasen-Trainingsplatz im Sportpark Husterhöhe war zur Pause schon entschieden. 30:0 führte Marburg da bereits, unter anderem durch zwei Offensiv-Touchdowns. Die restlichen Marburger Punkte waren eigentlich „Eigentore“ der FKP-Footballer. Zwei Pirmasenser Pässe wurden von der nordhessischen Abwehr abgefangen und direkt zum Touchdown zurückgetragen. Dazu kamen zwei weitere Punkte für die Gäste durch einen Safety, nachdem die Söldner aus Marburg Pirmasens mit einem guten Punt vor der eigenen Endzone festgenagelt hatten.
„Die Marburger haben viele Footballer auf GFL2-Niveau, die waren für uns sehr schwer zu spielen. Wenn wir nicht in unserer Bestbesetzung antreten, dann haben wir keine Chance“, stellt Praetorians-Interims-Head Coach Heiko Wilhelm fest. Und von Bestbesetzung waren die Prätorianer in dieser schwierigen Saison meist meilenweit entfernt. Erneut standen nur 26 Pirmasenser Footballer auf dem Platz, nur einer mehr als das Minimum, das eine Mannschaft überhaupt spielfähig macht. Allerdings waren die hessischen Gäste personell ebenfalls dünn aufgestellt. Auch sie brachten am Samstag nur 29 Spieler an den Start.
„Erst seit zehn Jahren“
„Marburg hat gegenüber uns immer einen großen strukturellen Vorteil“, erklärt Wilhelm. „Die haben jahrzehntelang in der ersten Liga gespielt, einige ihrer Jugendmannschaften spielen aktuell in den Junioren-Bundesligen. Uns gibt es erst seit zehn Jahren, so schnell kann man diesen Rückstand gar nicht aufholen.“
Trotzdem gibt es Hoffnung für die Pirmasenser. Die Praetorians ließen nach der Pause nur noch ein Marburger Field Goal zu und erzielten selbst ihren einzigen Touchdown der Partie durch einen Lauf von Quarterback Lamar Hall. „Insgesamt war es ein ordentliches Spiel von uns“, konstatiert Wilhelm. „Wir haben zur Halbzeitpause Anpassungen vorgenommen und konnten das Spiel so offener gestalten.“
Abstiegsfinale gegen die Pikes
Am 9. August empfangen die Praetorians die Kaiserslautern Pikes zum letzten Saisonspiel. Um Regionalligist zu bleiben, müssen die Prätorianer mit 37 Punkten Unterschied gewinnen. „In den letzten Wochen waren wir nur die Underdogs, das wird jetzt ein Spiel auf Augenhöhe. Die Pikes hatten neulich in Marburg auch nur 25 Spieler am Start. Ich bin sehr optimistisch für das Spiel“, sagt Wilhelm. Er glaube daran, dass sein Team den letzten Strohhalm ergreifen und den Klassenverbleib sichern kann.