Zweibrücken „Rassismus ist keine Lösung“

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Christoph Müller (17) aus Contwig und Mona-Sophie Weidler (16) aus Waldmohr haben gemeinsam ein Lied geschrieben und aufgenommen: „Against Racism“. Das brachte den Schülern den ersten Preis beim 63. Europäischen Wettbewerb auf Landesebene ein.

„Die Referentin der Ministerpräsidentin hat euer Lied gehört und euch zum Empfang der Laienmusikpreisträger im November in die Staatskanzlei eingeladen. Da kommt auch die Ministerpräsidentin hin“, berichtet David Polak. Der 29-jährige Saarbrücker ist Christoph Müllers Sozialkunde- und Geschichtslehrer an der Integrierten Gesamtschule Contwig (IGS). Er hatte das Duo ermutigt, sich um einen Preis in der Kategorie Sonderaufgaben beim Europäischen Wettbewerb 2015/2016 zu bewerben. 7300 Arbeiten wurden landesweit eingereicht. Das Siegerlied ist ein dreiminütiges Stück Rockmusik, für das Müller die Musik mit Schlagzeug, Gitarre und Bass selbst aufgenommen hat. Die Autorin des in englischer Sprache gesungenen Songs mit dem Namen „Against Racism“, Mona-Sophie Weidler, singt dazu. Inhaltlich geht es darum, dass „wir mit unserem Lied den Flüchtlingen aller Welt und insbesondere denen, die zu uns an die IGS Contwig kommen, Hoffnung geben und auch den Einheimischen klar machen wollen, dass Rassismus keine Lösung ist“, erklärt Müller. Der ist übrigens ein ausgewiesener Freund harter Musikklänge. An der IGS wird der Multiinstrumentalist zum ersten Abiturjahrgang gehören. Seine Co-Autorin und Texterin hat er vor zwei Jahren bei einem Zeltlager der Jungen Kirche Speyer kennengelernt. Mona-Sophie Weidler wohnt in Waldmohr und besucht das Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium. „Wir haben schon damals erste Songs geschrieben“, sagt Christoph, der in zwei Bands Schlagzeug spielt: Where’s The Grace (Deutschland/ Frankreich) und Avenger. Mit Avenger tritt Christoph am Samstag ab 15 Uhr beim Contwiger Bandmeeting am Kiosk am Freibad auf. Mona-Sophie ist in der Freizeit ebenfalls musikalisch tätig. Am Jugendzentrum Waldmohr wird derzeit ein Musical einstudiert: „Eterno Cardeas – Wir sind die Macht“. „Ich bin da Schauspielerin und Sängerin.“ Die Uraufführung ist im September. Bis dahin will das Duo weiter zusammen komponieren. Wobei Christoph Müller, auch wegen seiner beiden anderen Bands, bei der Arbeit als Komponist ein wenig im Rückstand ist. Und „weil Schule immer vorgeht“, so Mona-Sophie. Trotzdem arbeiten die beiden wöchentlich immer ein wenig an ihren Liedern. Die moderne Technik hilft ihnen dabei, die nicht zu unterschätzende räumliche Distanz zu überbrücken. Mona-Sophie und Christoph senden sich die gemachten Fortschritte jeweils elektronisch zu. Irgendwann soll aus dem Material ein Album werden. Das kann sich aber noch eine Weile verzögern. Denn in den Sommerferien geht es erst mal wieder gemeinsam 14 Tage in ein Zeltlager mit der Jungen Kirche Speyer. Das tun die Ausgezeichneten diesmal allerdings nicht als Gäste, sondern als Betreuer.

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