Zweibrücken Plötzlich wieder ein Aufstiegsspiel
Der FC Kleinsteinhausen tritt dieser Tage den Beweis an, dass man auch durch Niederlagen in eine günstige Position kommen kann. Die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Motsch hat – im Gegensatz zu den anderen Mannschaften im vorderen Tabellenbereich der stark ausgedünnten C-Klasse West – gegen die Teams, die im Laufe der Runde abgemeldet haben, nicht gepunktet. „Deshalb bekamen wir auch nichts abgezogen“, erklärt Motsch. Im Gegenteil, es gab „grüne“ Punkte. Das ursprüngliche Saisonziel, um den Aufstieg mitzuspielen, hat man beim FC Kleinsteinhausen jetzt wieder vor Augen. „Totgesagte leben länger“, flachst Motsch. Seine Treppe wolle in der Endphase der Runde noch mal alles versuchen. „Wobei uns in Kleinsteinhausen keiner böse sein wird, wenn es nicht klappt“, ist er sicher. Die Partie gegen den Spitzenreiter SV Palatia Contwig II könne man am Sonntag (15 Uhr) deshalb unverkrampft angehen. „Contwig hat mehr zu verlieren“, meint ein Kleinsteinhauser Coach, der personell aus dem Vollen schöpfen kann. Den Gegner kennzeichne besonders seine Spielstärke. Und: „Die Contwiger sind schnell und spielen lange Diagonalbälle.“ Das Hinspiel hat die Motsch-Elf trotz der beschriebenen Contwiger Qualitäten aber mit 1:0 gewonnen. Palatia-Trainer Philipp Wagner überschreibt den anstehenden Auftritt in Kleinsteinhausen mit „Wiedergutmachung“. Das lässt doch tief blicken. Die Pleite im Hinspiel soll wettgemacht werden. Die damalige Partie hat Wagner noch gut in Erinnerung. „Da kam wenig bis gar nix, wir hätten noch drei Stunden spielen können“, bleibt ihm ein „gebrauchter Tag“ im Gedächtnis. Was der zweiten Palatia-Garnitur vor der Rückrundenbegegnung fehlt, ist Praxis. „Wir waren jetzt viermal in Folge spielfrei“, erklärt Wagner. Das letzte Spiel, das die Contwiger austragen konnten, war das 2:2 gegen Battweiler-Reifenberg II am 15. April. Die Palatia hat sich laut Wagner in der spielfreien Zeit um Testspielgegner bemüht, aber keinen gefunden. „Also haben wir intensiv trainiert“, weiß der Coach, dass er trotz der Zwangspause eine fitte Truppe auf den Kleinsteinhauser Rasen schicken wird. „Wir wissen, um was es geht“, sagt er. Contwig will unbedingt raus aus der untersten Spielklasse, hat jetzt die punktgleiche Spielvereinigung-Battweiler II und eben Kleinsteinhausen im Genick sitzen. „Der FC Kleinsteinhausen ist für überraschende Angriffe gut“, erinnert Philipp Wagner an das Hinspiel. Auf Marco Karaleic – hat 15 der 48 Kleinsteinhauser Tore erzielt – müsse man ganz besonders aufpassen.