Zweibrücken Physikunterricht: Noch zu früh für eine Bilanz

Für eine Bewertung des geschlechtsgetrennten Physikunterrichts am Hofenfels-Gymnasium ist es noch zu früh. Das sagte Barbara Mathea, Ministerialdirigentin im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, im Landtagsausschuss für Gleichstellung und Frauenförderung.
Wie berichtet, werden am Hofenfels-Gymnasium seit vergangenem Schuljahr die Jungen und Mädchen der aktuellen Jahrgangsstufe 8 nach Geschlechtern getrennt in Physik unterrichtet. Die Technische Universität Kaiserslautern begleitet das Projekt. Die CDU-Landtagsfraktion wollte von der Landesregierung wissen, in welchen Schulen im Land naturwissenschaftliche Fächern geschlechtsgetrennt unterrichtet werden und welche Erkenntnisse es dabei zu den schulischen Leistungen der Mädchen gibt. Mathea sagte als Vertreterin des Bildungsministeriums am Mittwoch, es brauche Zeit, bis der getrennte Unterricht als normal empfunden werde. Es müssten Stereotypen und Rollenmuster abgebaut werden. Im laufenden Halbjahr findet in der achten Klasse am Hofenfels kein Physikunterricht statt. Erst im Februar, zu Beginn des zweiten Halbjahres, geht das Projekt weiter. Mädchen und Jungs werden parallel unterrichtet; Inhalte und Experimente sind gleich. Laut Ministerium gibt es in Rheinland-Pfalz kein vergleichbares Projekt. Das sei auch nicht das Bestreben des Landes, so Mathea. Allerdings würden interessierte Schulen von der Landesregierung unterstützt. |gana