Zweibrücken Pflichtaufgabe im Derby beim Aufsteiger erfüllt

Traf in Homburg sechsmal: Benny Zellmer.
Traf in Homburg sechsmal: Benny Zellmer.

«HOMBURG.» Ein nettes Wiedersehen feierten gestern Abend die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken mit zahlreichen früheren Teamkollegen, die mittlerweile für Ligakonkurrent TV Homburg spielen. Für die Zweibrücker endete das Derby beim Aufsteiger mit einem verdienten 29:21 (14:10)-Erfolg.

Pflichtaufgabe erfüllt, ließe sich aus SV-Sicht über die gestrigen 60 Handballminuten in Homburg schreiben. Gelegenheit, spielerisch zu glänzen, gab es für die Zweibrücker selten. „Wir wussten schon vorher, dass es sicher kein überragend schönes Handballspiel wird“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher und sah sich in der Prognose bestätigt. Homburg versuchte, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Das Schiedsrichtergespann legte den Zeitspielbegriff großzügig aus, was dem TVH die Möglichkeit bot, Angriffe lange auszuspielen. Für die Zweibrücker hieß das, dass sie gestern sehr viel Zeit in der eigenen Hälfte mit Abwehrspiel verbrachten. Gab es Ballgewinne, zog Zweibrücken das Angriffstempo schön an. Zum Beispiel, als Tim Schaller (11.) binnen 30 Sekunden zweimal die Chance zum Gegenstoß bekam. Zunächst hatte ihn Torwart Benny Berz perfekt angespielt, Schaller traf zum 5:2. Und ließ wenige Augenblicke später das 6:2 folgen, nachdem ihn Benny Zellmer erfolgreich auf die Reise Richtung Homburger Tor geschickt hatte. Zellmer gehörte gestern ohnehin zu den Aktivposten. Lieferte sich immer mal wieder intensive Duelle mit seinem früheren Kurzzeitkollegen Niklas Eberhard, der nur wenige Monate das Zweibrücker Trikot getragen hatte. Eberhard war der Homburger Spieler, der sich die meisten Würfe nahm, insgesamt auf zehn Treffer kam. Nach der Auszeit von Homburgs Trainer Daniel Sorg beim 2:6-Rückstand kam Eberhard und hielt mit seinen Distanzwürfen sein Team noch im Spiel. Aber schon da hatte niemand das Gefühl, dass Homburg den SV ernsthaft gefährden konnten. Die spielerische Überlegenheit setzte Zweibrücken nach der Halbzeit in einen entsprechenden Vorsprung um. Schaller zum 15:10, dann zauberte Philipp Hammann, traf dreimal. Nach seinem vierten Tor durfte Hammann, den sein früherer Teamkollege Sebastian Mathieu bei einem Gegenstoß in Hälfte eins etwas unsanft gestoppt hatte, sich wieder schonen. Nach 37 Minuten führte Zweibrücken 19:12, hatte den Sack frühzeitig zugemacht. Dass seine Mannschaft verschiedene Konzeptionen nicht zu Ende spielte, oft nicht mit letzter Konsequenz den Weg zum Tor suchte, enttäuschte TVH-Trainer Sorg. Einen Vorwurf wollte er ihr daraus aber nicht machen. „Die Jungs probieren alles. Wir sind dünn besetzt. Das hat zur Folge, dass viele 60 Minuten durchspielen, teils immer wieder die Position wechseln müssen. Da fehlt es ganz klar an der Möglichkeit, unsere Aktionen abgestimmt zu Ende zu bringen“, sagte Sorg, der auch einige Jahre das Zweibrücker Trikot getragen hatte und mit Homburg noch immer auf den ersten Oberliga-Punkt wartet. 200 Fans wollten das Nachbarschaftsduell gestern sehen. Darunter 150 Zweibrücker Anhänger, die dem SV 64 Heimspielatmosphäre bescherten. „Ich bin heute zufrieden“, bilanzierte Bullacher, der schon früh kräftig durchwechseln konnte. So spielten sie TV Homburg: Loschky, Krumm (ab 38.) - Glück (1), Michael Mathieu (1), Durmishi (2) - Daume (1), Mohn (3) - Sebastian Mathieu (1) - Kolepp (2), Eberhard (10/2) SV 64 Zweibrücken: Berz, Santarini (ab 49.) - Bayer (3), Schaller (6), Huber (2) - Hammann (4), Zellmer (6/1) - Grieser (1) - Schwarzer, Meiser (2), Wöschler (1), Majbik (4) Spielfilm: 2:7 (16.), 6:8 (21.), 9:11 (26.), 9:14 (29.), 10:14 (Halbzeit), 12:19 (37.), 13:23 (45.), 21:29 (Ende) - Zeitstrafen: 2:2 - Siebenmeter: 3/2 - 5/2 - Beste Spieler: Eberhard - Zellmer, Schaller, Hammann - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Antosch/Stadelmeier (Gonsenheim).

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