Zweibrücken Pfälzer Polit-Prominente bald Schöffin in Zweibrücken?

Eine Schöffin (links) sitzt bei einer Verhandlung neben einem Richter.
Eine Schöffin (links) sitzt bei einer Verhandlung neben einem Richter.

Wer nächstes Jahr in Zweibrücken am Gericht als Schöffe anfängt, könnte dort ein langjähriges Bundestagsmitglied als Kollegin bekommen.

Gut möglich, dass die frühere Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer von kommendem Jahr an in Zweibrücken als Schöffin tätig wird. „Schöffe sein, das war schon immer ein Traum von mir“, sagte die frühere Saalstadterin, die von 1998 bis 2021 für die CDU im Deutschen Bundestag saß und kürzlich nach Zweibrücken umgezogen ist. Hier verfolgte sie am Mittwochabend als Zuschauerin die Stadtratssitzung. In deren Verlauf hieß es, dass die Stadt zur Bewerbung für die Schöffen- und Jugendschöffenwahl im Herbst aufruft. Gesucht werden 117 Bewerber für das Schöffen- und 25 Kandidaten für das Jugendschöffenamt in den Jahren 2024 bis 2028 am Amts- und am Landgericht Zweibrücken.

Prompt deutete Anita Schäfer ihr Interesse an dem Ehrenamt an, für das sie in den Jahrzehnten als Bundestagsmitglied zu ihrem Bedauern keine Zeit gehabt habe.

Richter und Anwälte sind ausgeschlossen

Schöffen nehmen vor Gericht als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teil. Wer Interesse hat, muss in Zweibrücken wohnen, am 1. Januar 2024 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Ausgeschlossen sind hauptamtliche Juristen und Justizbedienstete, Religionsdiener sowie Personen, die zu mehr als sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurden oder gegen die aktuell wegen einer schweren Straftat ermittelt wird.

Kontakt

  • Für das Schöffenamt in allgemeinen Erwachsenen-Strafsachen kann man sich bis 7. Juni beim Hauptamt im Rathaus, Zimmer A002, Telefon 06332 871-191, E-Mail Wahlen@zweibruecken.de melden.
  • Für das Jugendschöffenamt kann man sich bis 7. Juni beim Jugendamt, Zimmer A225, Telefon 06332 871-553, E-Mail jugendamt@zweibruecken.de melden.
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