Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Peter Rubeck zum TSC Zweibrücken: „Da kann man viel draus machen“

Sekt statt Bier: SVN-Co-Trainer Daniel Paulus (links) duscht Peter Rubeck nach der gewonnenen Oberliga-Meisterschaft im Mai 2013
Sekt statt Bier: SVN-Co-Trainer Daniel Paulus (links) duscht Peter Rubeck nach der gewonnenen Oberliga-Meisterschaft im Mai 2013.

Er ist wieder da, zurück in der Stadt. Peter Rubeck, langjähriger Regionalliga- und Oberliga-Trainer beim SVN Zweibrücken, übernimmt ab der Saison 2021/22 das Zepter beim Fußball-Landesligisten TSC Zweibrücken. Der Verein und sein neuer Coach haben hohe Ziele.

„Wir waren überrascht, wie viele Interessenten es gab. Da waren wir sehr erstaunt. Nach ein paar Treffen mit Peter Rubeck waren wir uns aber einig“, sagt Hakan Haliloglou, Sportlicher Leiter des TSC Zweibrücken, der seit dem Corona-Lockdown im November auf Tabellenplatz sechs der Südstaffel der Landesliga West steht. Ziel sei es, mit dem neuen Trainer in den nächsten zwei, drei Jahren in die Verbandsliga aufzusteigen. Rubeck hat sich nach eigener Aussage erst mal für ein Jahr an den TSC gebunden, „da haben wir gar keinen Stress“, verdeutlicht er.

„Ich garantiere, dass es hier keinen zweiten SVN Zweibrücken geben wird. Unser Ziel ist es, mit Eigengewächsen und jungen Spielern aus der Region etwas zu erreichen“, bemerkt Haliloglou, anspielend auf die Insolvenz des SVN Zweibrücken in der Regionalliga im Jahr 2015. Er schätzt am künftigen Coach vor allem die sportlichen Qualitäten und seine Ausbildungsqualitäten.

Ein Trainer-Sponsor-Gespann mit Peter Rubeck und Heiner Semar wie früher beim SVN wird es indes laut Haliloglu nicht geben. „Sponsoren sind uns herzlich willkommen, wir werden uns aber nicht von ihnen abhängig machen“, sagt er. Rubeck komme als Trainer zum TSC, Punkt.

Rubeck reizt das junge Team

Peter Rubeck wechselt aus dem Saarland vom Verbandsligisten SG Ballweiler-Wecklingen-Wolfersheim, den er drei Jahre lang zusammen mit dem Ex-Rieschweilerer Frederic Stark als sein Co-Trainer betreute, an den Wattweiler Berg. „Mein Vertrag in Ballweiler läuft nach drei Jahren zum Ende der Runde aus. Ich hatte noch viel Kontakt in die Pfalz, auch mit Hakan Haliloglou, und wollte gerne noch mal hier trainieren“, erklärt Rubeck, warum es ihn zum TSC zog. „Der Klub hat sich von Anfang an sehr intensiv und bewundernswert um mich bemüht“, stellt er fest. Am TSC habe ihn auch die junge Mannschaft gereizt, „da kann man viel draus machen“, findet er. Zudem gebe es gescheite Trainingsbedingungen, auch mit Flutlicht sowie ein gutes Vereinsleben.

Der 59-Jährige wohnt weiter in Gersheim und arbeitet noch bis 2024 in der Apotheke der SHG-Kliniken in Völklingen, zuständig für Einkauf und Rechnungen. „Das habe ich in meiner ganzen Trainerkarriere, bis auf eine kleine Ausnahme, auch so beibehalten“, bemerkt er zu seiner Arbeitsstelle. In Ermangelung von Fußballtraining hält er sich derzeit mit viel eigenem Sport fit: „Ich gehe drei-, viermal pro Woche zum Laufen und mache die Übungen aus meinem Stabilisationsprogramm.“

Peter Rubeck löst zur neuen Spielzeit beim TSC Sanel Nuhic ab. Nuhic hatte den Trainerjob interimsmäßig bis Saisonende übernommen, nachdem Jan Weinmann zur Jahreswende angekündigt hatte, aus familiären Gründen kürzertreten zu wollen. In der Pfalz war Rubeck bereits für den SV Weingarten, die SG Rieschweiler, den SVN Zweibrücken (von 2007 bis 2014) und den SC Hauenstein tätig. Mit dem SVN gewann er 2011 den Verbandspokal und stand zweimal (2008 und 2011) in der ersten Runde des DFB-Pokals (1:5-Niederlage gegen den 1. FC Köln, 1:2-Niederlage nach Verlängerung gegen den FSV Mainz 05 mit Trainer Thomas Tuchel).

16 TSC-Spieler verlängern

Peter Rubeck wird, wie von Haliloglou gewünscht, Dennis Hirt als Co-Trainer des Landesliga-Teams zur Seite gestellt. Der TSC Zweibrücken konnte zudem mit gleich 16 Akteuren aus dem derzeitigen Kader die Verträge für die kommende Saison verlängern. „Ich bin als Sportlicher Leiter sehr froh, dass sich die Jungs auch während der Corona-Phase frühzeitig für den TSC entschieden haben“, sagt Haliloglou. Zwei Ex-TSCler hat er noch auf der Wunschliste: Jan Tüllner und Jan-Patrick Buchheit, die derzeit bei Bezirksligist SG Knopp/Wiesbach spielen.

Der Mann mit der Mütze ist wieder da: Peter Rubeck (hier noch in Diensten des SC Hauenstein) strebt mit dem TSC in die Verbandsl
Der Mann mit der Mütze ist wieder da: Peter Rubeck (hier noch in Diensten des SC Hauenstein) strebt mit dem TSC in die Verbandsliga.
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