Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Paintball-Sportanlage am Fashion Outlet geplant

Auf der Brachfläche neben dem Karthaus (im Hintergrund) plant Antonio Cipolla eine Paintball-Arena.
Auf der Brachfläche neben dem Karthaus (im Hintergrund) plant Antonio Cipolla eine Paintball-Arena.

Gruppen in Schutzkleidung und Skibrillen, die mit Farbpatronen aufeinander schießen: Diese Form der Freizeitbetätigung soll ab 2024 in Zweibrücken möglich sein.

Direkt neben ihrer Rennauto-Halle Karthaus plant deren Betreiber eine Freiluft-Anlage für die Freizeit-Schießsportarten Paintball und Softair. Antonio Cipolla, der Geschäftsführer des Karthauses unweit des Fashion Outlets, verfolgt die Absicht, die Anlage im Lauf des kommenden Jahres zu eröffnen. „Wir stecken aber noch mitten in der Planungsphase“, ist es nach Cipollas Worten derzeit noch nicht sicher, ob hier künftig tatsächlich beide Schießsportarten ausgeübt werden können oder ob man sich am Ende doch entweder auf Paintball oder auf Softair allein beschränkt. Ein oder zwei Arbeitsplätze sollen hier geschaffen werden. Karthaus-Chef Cipolla ist Schatzmeister des Zweibrücker Einzelhandelsverbandes Gemeinsamhandel.

Paintball wird als „taktischer Mannschaftssport“ definiert, bei dem Teams in Schutzkleidung mit Druckluftwaffen gegeneinander antreten. Aus diesen wird Farbe verschossen, die den getroffenen Kontrahenten markiert. Wer den Farbspritzer abbekommen hat, muss aus dem Spiel ausscheiden. Beim ebenfalls taktischen Geländespiel Softair kommen Druckluftwaffen zum Einsatz, die realen Schusswaffen oft täuschend echt nachgebildet sind. Von den per Federdruck oder Gas verschossenen runden Kunststoffkugeln soll keine lebensgefährliche Verletzungsgefahr ausgehen.

Freigelände, kein Hallenneubau

Antonio Cipolla spricht von einem „taktischen Schießsport, der Teamarbeit und strategisches Denken fördert“. Daher sei die Anlage auch als Ort für gemeinschaftliche Aktivitäten, Teambuilding und Veranstaltungen gedacht. „Wie im Karthaus auch, kann man sich hier als Einzelperson betätigen, möglich sind aber auch Wettbewerbe in der Gruppe oder als Firmenevent.“ Um dies in die Realität umzusetzen, soll nicht etwa eine Halle gebaut werden, sondern das Gelände unter freiem Himmel mit Hindernissen ausgestaltet werden. Etwa mit Mauern, hinter denen die Freizeitschützen in Deckung gehen können. Das Areal soll etwa 5400 Quadratmeter Fläche umfassen, also etwas weniger als die Ausmaße eines Fußballfeldes. Rücksicht wolle man auf die Nachbarschaft nehmen, indem der „Lärmpegel auf ein Minimum reduziert“ werden soll. Die Gestaltung der Spielfläche soll umweltverträglich erfolgen. Es werde auch keinen großen Aufwand erfolgen, die Anlage später wieder abzubauen.

Am Donnerstag kommender Woche wird das Projekt auf einer turnusmäßigen Versammlung des Zweckverbandes Entwicklungsgebiet Flugplatz Zweibrücken (ZEF) vorgestellt. Wie ZEF-Verwaltungsleiterin Nadine Walter in den Sitzungsunterlagen darlegt, ist die Investition auf einem ausgewiesenen Gelände geplant, das den Sicherheitsstandards entspreche. Paintball und Softair ließen sich dort „in kontrollierten und überwachten Umgebungen“ ausüben; das Augenmerk liege dabei auf der „Förderung von Teamarbeit, strategischem Denken und körperlicher Betätigung in einem sicheren Rahmen“.

„Strengste Sicherheitsüberprüfungen“

Laut ZEF-Leiterin Nadine Walter soll die Sicherheit der Freizeitsportler Priorität haben. Das Geschehen auf der Anlage werde von geschultem Personal überwacht. Die Spielteilnehmer würden vorab eingewiesen und mit Schutzkleidung ausgestattet. Alle Ausrüstungen würden „strengsten Sicherheitsüberprüfungen unterzogen“. Vorgesehen sei auch ein Erste-Hilfe-Posten auf dem Gelände. Notfallpläne sollen für das richtige Verhalten bei Szenarien von leichten Verletzungen bis hin zu schwerwiegenden Notfällen vorgehalten werden.

Beim Flughafen-Zweckverband, der hier die planerische Hoheit hat, wird das Projekt aus bauplanungsrechtlicher Sicht als zulässig angesehen. Es passe in den geltenden Bebauungsplan – und in das Vier-Säulen-Konzept für die Flugplatz-Entwicklung: Diese Säulen sehen das Fashion Outlet, den Flugplatz selbst, den Multimedia-Internet-Park und eben einen Freizeitbereich vor. Nach Angaben von Nadine Walter wird sich Antonio Cipolla mit dem Zweibrücker Bauamt noch detailliert über mögliche Auflagen abstimmen müssen – zum Beispiel auf die Festlegung auf ein offizielles Regelwerk, auf den Ausschluss von Tarnkleidung und roten Farbkugeln sowie darüber, ob eine Einsehbarkeit des Geländes von außen zugelassen wird. Geredet werden müsse auch noch über einen möglichen Vorbehalt der Anlage nur für Erwachsene.

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