Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Ortsbeirat Mörsbach stellt Dorffest infrage

Die Geschwindigkeitsmesstafel an der Ortszufahrt Mörsbach ist seit Monaten defekt. Der Ortsbeirat will sie reparieren lassen.
Die Geschwindigkeitsmesstafel an der Ortszufahrt Mörsbach ist seit Monaten defekt. Der Ortsbeirat will sie reparieren lassen. Foto: Moschel

Das Mörsbacher Dorffest hat ein Helferproblem. So sieht es unter anderem Ortsbeiratsmitglied Dennis Nizard. Hinzu komme, dass sich die Vereine mit gesetzlichen Regelungen herumschlagen müssen und am Ende maximal 50 bis 100 Euro an Einnahmen erzielt werden. Zu wenig für den Aufwand, finden einige Ortsbeiratsmitglieder.

Nizard kann nicht nachvollziehen, warum Privatpersonen auf eigenen Namen rechtliche Konsequenzen des Dorffestes tragen müssen. Er nennt unter anderem die Schankerlaubnis und die Gema. Er schlug in der Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend vor, diese Aufgaben auf die Stadt zu übertragen, immerhin sei Mörsbach Teil der Stadt. Hinzu kam die Idee, den Getränkestand in die Hand des Ortsbeirates zu übertragen. Dieser Stand werfe mit Abstand den meisten Ertrag ab, davon könnten unter anderem die Gema und die Straßensperren bezahlt werden. Das Geld, das die Vereine an ihren Ständen einnehmen, fließe direkt in ihre Kasse. Ortsvorsteher Achim Ruf (Die Grünen) merkte zu den Dorffesten an, dass dabei enorme Mengen an Müll anfallen, vor allem gebrauchte Pappteller. Er schlug vor, dass sich alle Vereine von Mörsbach zusammentun und einen großen Verein gründen – ähnlich wie in der Nachbargemeinde Käshofen. Dann sei das Dorffest gebündelter und einfacher zu organisieren, so Ruf.

Straßen sollen ins Ausbauprogramm bis 2025

Der Ortsbeirat beschäftigte sich auch mit dem Straßenausbauprogramm 2021 bis 2025. Bisher war Mörsbach noch nicht Teil des Ausbauprogrammes, daher mussten die Bewohner auch keine wiederkehrenden Beiträge zahlen. Jetzt will der Ortsbeirat klären, welche Straßen im Vorort unbedingt saniert werden sollen. Laut Ruf kommen die Tal- und die Steinackerstraße für einen Ausbau in Betracht. Paul-Michael Thiery (CDU) sprach sich zudem für die Gasse am Friedhof aus. Diese sei allerdings ein Erstausbau, weshalb die Kosten auf die Anwohner zurückfielen. Bei einem Ausbau der Steinackerstraße verwies Ruf auf die Raserproblematik in Mörsbach. „Wenn die Straße gemacht ist, müssen wir damit rechnen, dass dort mehr gerast wird“.

Raser im Vorort seien generell ein leidiges Thema in Mörsbach. Hinzu komme, dass die Geschwindigkeitsmesstafeln an den beiden Ortseingängen seit über einem Jahr defekt sind. „Das ist beschämend“, findet Thiery. Die Tafeln sollen jetzt in Eigenleistung repariert werden. Der Grund: Sie wurden vor Jahren über das Vorortbudget angeschafft und gehören der Gemeinde. Die Stadt hält sich finanziell raus. Thiery plädierte dafür, für die Reparatur das restliche Vorortbudget – 630 Euro – zu nutzen.

Schwieriger Ausbau der Kreisstraße nach Kirrberg

Ruf informierte den Ortsbeirat auch zum Ausbau der Kreisstraße nach Kirrberg, der mindestens zwei Jahre dauere. Die Straße ist derzeit nur halbseitig befahrbar. Vorerst soll bergab auf der rechten Straßenseite der Hang angepasst werden und die Straße einen kleinen Schlenker machen. Noch nicht klar sei, ob man eine Gabionenwand an die absackende Straßenseite baut oder einen künstlichen Felsen aufschüttet. Die Kosten tragen laut Ruf die Stadt und der Landesbetrieb Mobilität.

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