Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: SV 64 Zweibrücken lässt HV Vallendar keine Chance

Machte ein starkes Spiel: SV-Torwart Damian Zayac (links).
Machte ein starkes Spiel: SV-Torwart Damian Zayac (links).

In der Rolle des Jägers fühlten sich die Oberliga-Handballer des SV 64 Zweibrücken am Samstag sichtlich wohl. Im Topspiel beim Tabellendritten HV Vallendar zeigte der SV eine bärenstarke Leistung und zog durch den 26:16 (14:9)-Erfolg an den Rheinländern in der Tabelle wieder vorbei.

Nach einigen, auch verletzungsbedingten Durchhängern, kehrten die Zweibrücker in Vallendar wieder so richtig in die Erfolgsspur zurück, zeigten sich von der Seite, die die Fans begeistert. Drei Faktoren machten das aus: Ein überragender Torwart Damian Zayac stand zwischen den Pfosten. Er entschärfte fast 50 Prozent der Vallendarer Würfe. Dabei hatte er eine SV-Abwehr vor sich, die in bekannter, zwischenzeitlich immer mal wieder vermisster Qualität, sehr viel abräumte, herausragend kämpfte. Schließlich war da noch der überragende Philipp Kockler im Angriff, der nach seiner Verletzungspause offensichtlich zur Aufholjagd um die Torjägerkanone in der Liga geblasen hat, zehn Mal einnetzte.

SV-Trainer Stefan Bullacher bekannte: „Das hat heute richtig viel Spaß gemacht. Es war eine Freude zu sehen, was die Mannschaft geboten hat.“ In der Abwehr, mit dem starken Organisator Tom Grieser und dem gut aufgelegten Benny Zellmer als Abräumer, „haben wirklich alle eine sehr gute Leistung geboten“, freute sich Bullacher über den kollektiven Einsatz im Defensivbereich, der den Vallendarern in Durchgang zwei gerade mal sieben Tore gestattete. Die Abwehr hatte einen starken Rückhalt zwischen den Pfosten. Damian Zayac absolvierte sein bisher bestes Spiel im SV-Dress, strahlte Sicherheit aus und entnervte die Vallendarer Angreifer. Vallendars Spielmacher Kalani Schmidt fand kaum Anspielstationen. Auch die sonst so gefährliche Achse, die Schmidt mit Kreisläufer Oliver Lohner bildet, unterbrach die SV-Abwehr. Und Vallendars Shooter Kay Lißmann hatte gegen die Abwehr und Zayac überhaupt keine Chance.

Lautstarker Anhang verstummt

Hochmotiviert waren die Zweibrücker in die Partie gegangen, machten vom Anpfiff weg deutlich, dass sie Platz drei in der Liga den Vallendarern nicht kampflos überlassen werden. SV-Kapitän Philipp Hammann, der seine beste Partie seit Wochen spielte, traf zum 1:0. Die Partie blieb bis Mitte der ersten Hälfte noch offen, aber dann trafen Hammann, Adam Soos per Strafwurf und zwei Mal Kockler. Binnen vier Minuten war der SV mit diesem 4:0-Lauf auf 10:6 weggezogen und ließ Vallendar auch keine Chance mehr, daran noch etwas zu ändern. Kockler traf Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 14:9, Zellmer direkt nach dem Anpfiff zum 15:9, dem Kockler prompt noch das 16:9 folgen ließ. Der bekanntlich sehr lautstarke Vallendarer Anhang verstummte zusehends und musste neidlos anerkennen, dass das klar bessere Team an diesem Abend aus Zweibrücken kam.

So spielten sie

SV 64 Zweibrücken: Zayac – Grieser (3), Soos (2/2), Kockler (10) – Hammann (4), Zellmer (4) – Meister – Kroner (2), Naumann (1), Winter, Finck

Spielfilm: 2:4 (7.), 6:4 (13.), 6:10 (21.), 9:14 (Halbzeit), 10:17 (33.), 11:20 (40.), 14:24 (51.), 16:26 (Ende) – Zeitstrafen: 4:8 – Siebenmeter: 4/0:3/2 – Zuschauer: 200 – Schiedsrichter: Hemmer/Meyer (Pfälzer HV).

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