Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Nur fünf Zentimeterchen fehlen zur EM-Norm

Ja, die bleibt liegen: Paula Legner freut sich über ihren Sprung über 4,00 Meter und Silber.
Ja, die bleibt liegen: Paula Legner freut sich über ihren Sprung über 4,00 Meter und Silber.

Stabhochspringerin Paula Legner (LAZ Zweibrücken) hatte einen Doppeleinsatz: erst bei der Bauhaus-Junioren-Gala, dann bei den süddeutschen Meisterschaften.

Am Samstag in Mannheim sprang die Zweibrückerin über 3,85 Meter, scheiterte in der U20-Klasse dann dreimal an 3,95 Meter. In St. Wendel machte es die 18-Jährige einen Tag später besser: Sie überquerte 4,00 Meter und blieb damit im Frauenwettbewerb gerade mal zwei Zentimeter unter ihrer eigenen Bestmarke. Danach versuchte sich die Schülerin der zwölften Klasse des Helmholtz-Gymnasiums, die im kommenden Jahr ihr Abitur ablegen will, gleich an 4,10 Meter, um die Norm (4,05 m) für die U20-Europameisterschaften im finnischen Tampere vom 7. bis 10. August zu knacken.

„Aber da waren Körper und Kopf einfach leer“, erklärte LAZ-Trainer Alexander Gakstädter, warum das in St. Wendel nicht klappte. Es seien zwei anstrengende Tage hintereinander gewesen. Dazu begann der Frauen-Wettkampf zwar um 11.30 Uhr, aber er dauerte lange, weil Legner eben bis zum Ende im Rennen blieb.

Unter der Woche hatten der Trainer und die Athletin außerdem den Anlauf von 14 auf 16 Schritte verlängert, waren auch auf neue, härtere Stäbe umgestiegen. „Am Samstag in Mannheim hatte sie noch ein paar kleinere technische Fehler im Sprung, die sie nicht rausgekriegt hat.“ In. St. Wendel war das schon besser, „und bei den deutschen Meisterschaften der U23 am Wochenende in Ulm sollte sie schon besser und sogar höher springen“, stellte Gakstädter fest.

Tamineh Steinmeyer verpasst die Norm

Legners Vereinskollegin Tamineh Steinmeyer gewann den Wettkampf im Nordsaarland mit übersprungenen 4,10 Meter, scheiterte aber erneut an ihrer Bestmarke 4,25 Meter aus dem Vorjahr, gleichzeitig die Norm für die U23-Europameisterschaften im norwegischen Bergen (17. bis 20. Juli). „Wenn sie technisch springen würde wie bei 4,10 Meter, käme sie über 4,25 locker drüber“, hat Gakstädter beobachtet. „Aber irgendwie springt sie bei der nächsten Höhe anders und nicht so frei“, sagte er.

Im Stabhochsprung der Männer wurde Jakob Legner mit 4,60 Meter Sechster. In der U18-Klasse sprang LAZler David Könsgen mit 4,50 Meter (Bestmarke 4,52 m) auf Platz zwei – höhengleich mit Sieger Leo Trumpp (TSV Gräfelfing), aber mit mehr Fehlversuchen. „David springt zurzeit relativ konstant. Er muss am Wochenende bei der DM in Ulm in der U16-Klasse noch mal ran und zeigen, was er kann. Da ist er Favorit, der zweitbeste Deutsche ist nur mit 4,20 Meter gemeldet“, unterstreicht der LAZ-Coach im Vorausblick aufs kommenden Wochenende.

Bronze für Malik Harrell

LAZ-Dreispringer Malik Harrell (Jahrgang 2006) gewann in St. Wendel die Männer-Bronzemedaille und stellte mit einem um zwei Schritte verlängerten Anlauf und 13,49 Meter erneut eine neue Bestleistung auf.

Für die VT Zweibrücken trat im Hammerwurf der Männer Walter-Emmanuel Gonigam (Jahrgang 2003) an und landete hinter Sieger Kai Hurych (KSV Fürth/67,87 m) mit 51,94 Meter auf Rang zehn.

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