Zweibrücken Nunolds Abgang: Linkspartei wollte ihn nicht mehr

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Matthias Nunold scheidet aus dem Stadtrat aus, weil die Linken ihn nicht mehr an der Spitze haben wollten. Und unter „ferner liefen“ wollte Nunold nicht kandidieren.

Gestern hatte die RHEINPFALZ berichtet, dass Gerhard Burkei als Spitzenkandidat der Linken antritt. Auf Nachfrage sagte Matthias Nunold, Vorsitzender der Linksfraktion im Stadtrat: „Es war ein Beschluss des Parteivorstandes, von Thorsten Spelten und Gerhard Burkei, mich nicht auf die Stadtratsliste zu setzen.“ Er werde bis zur Stadtratswahl im Frühjahr 2019 Fraktionsvorsitzender bleiben und dann aus dem Rat scheiden. Zu Einzelheiten wollte sich Nunold, der die Fraktion seit 2009 führt, nicht äußern. Der Vorsitzende des Linken-Kreisverbandes Zweibrücken, Thorsten Spelten, nannte hingegen Details. Er sagte, Nunold habe am Samstag bei einer Kampfabstimmung gegen den jetzigen Spitzenkandidaten Gerhard Burkei verloren. Laut Spelten entfielen 70 Prozent der Stimmen auf Burkei, 30 auf Nunold. Nach der Kampfabstimmung habe Nunold den Saal verlassen, ohne die weiteren Platzierungs-Abstimmungen für die Liste zu verfolgen. Elf Mitglieder hätten am Kreisparteitag teilgenommen. Spelten sagte auch, dass die Partei Matthias Nunold im Vorfeld der Wahl aufgefordert hatte, nicht mehr zu kandidieren. Grund dafür sei die Arbeit Nunolds im Stadtrat gewesen, mit der die Parteimitglieder nicht mehr einverstanden gewesen seien. „Matthias Nunold trägt weder die Impulse der Partei in den Stadtratssitzungen vor noch äußert er sich kritisch gegenüber der Verwaltung“, bemängelt Spelten. Nunold habe sich geweigert, daran etwas zu ändern, so Spelten. Das sei nun die Quittung dafür. Spelten kandidiert auf Listenplatz zwei. Er kündigte an, der Verwaltung künftig auf die Finger zu klopfen. Spitzenkandidat Burkei flog gestern nach Kreta.

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