Zweibrücken Notfallversorgung: „Schließt das EV, fehlt eine Notaufnahme“

Feuerwehren und Rettungsdienste setzen sich hohe Ziele, oder bekommen sie von der Politik gesetzt, um schnell und kompetent Hilfe leisten zu können. (...) In Zweibrücken hatte man gleichzeitig mit dem Bau der neuen Rettungswache des Roten Kreuzes das Vorhalten von Rettungsfahrzeugen reduziert. (...) Letzte Woche nun kam es auf der Kreisstraße zwischen Zweibrücken und Käshofen zu einem folgenschweren Frontalzusammenstoß. Drei Rettungsfahrzeuge waren notwendig, um die Schwer- und Schwerstverletzten zur Notfallbehandlung zu bringen. Die beiden Zweibrücker Krankenhäuser und das Uni-Klinikum wurden angefahren. Der Einsatz der Rettungsdienste wird von der Rettungsleitstelle in Landau koordiniert. (...) Vom jetzigen Unfallort war die nächstgelegene Rettungswache in Homburg. Dort ist auch mit dem Klinikum die nächstgelegene Notfallaufnahme beheimatet. Die Rettungswache Homburg steht der Disposition der Leitstelle Landau nicht zur Verfügung. Vor Kirrberg verläuft die Landesgrenze zum Saarland. Sollte nun das Evangelische Krankenhaus schließen, fehlt eine Notaufnahme in unsere Nähe (...). Hier ist unser Oberbürgermeister gefordert. (...) Er und der Landrat sind für die Einhaltung des Rettungs- und Pflegeplans verantwortlich. In Pirmasens betreibt ja auch die Stadt die Notaufnahme und das Krankenhaus. Auch um die Schnittstelle zum Saarland muss sich jemand verantwortlich fühlen. Es muss nicht erst jemand auf der Straße verbluten, weil alle Zweibrücker Rettungswagen im Einsatz waren und ein paar Meter weiter in Homburg einer bereit gestanden hätte.