Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Niederauerbachs neuer Spitzenspieler fehlt noch eine Weile

Johanna Schmidt ersetzte im ersten Spiel der Niederauerbacher ihren Bruder Jonas Simon und steuerte einen Punkt aus ihrem Doppel
Johanna Schmidt ersetzte im ersten Spiel der Niederauerbacher ihren Bruder Jonas Simon und steuerte einen Punkt aus ihrem Doppel bei.

Er wechselte aus Hamburg zurück in die Heimat, arbeitet zurzeit in Dresden – und muss verletzt noch eine Weile passen: der 22-jährige Jonas Simon.

Der TTC Niederauerbach ließ dem TTC Höhfröschen III zum Auftakt in die neue Spielzeit am Freitagabend beim 9:3-Erfolg kaum eine Chance. Dabei spielte mit Jonas Simon, der vom Wandsbeker Turnerbund aus einem Stadtteil Hamburgs zurück in die Heimat wechselte, der neue Spitzenspieler der Niederauerbacher noch gar nicht mit. Vor einigen Jahren hatte es Simon, der auch schon für die BTTF Zweibrücken und den TV Ixheim spielte, aus beruflichen Gründen in die Hansestadt verschlagen. Zuvor war er nach seiner Jugend bei den BTTF zum TV Ixheim gewechselt.

Hoffen auf eine Stationierung in der Pfalz

Seine Mutter Heike Schmidt-Schmeißner hatte damals die Abteilungsleitung beim TV Ixheim übernommen. Jonas Simon spielte fortan in den Kreisklassen bis hin zur Kreisliga. Kaum einmal verlor er eine Partie und war regelmäßig einer der besten Akteure. Dann machten seine Berufspläne einen Wechsel unabdingbar.

„Ich plane, so oft es geht zu spielen, falle aber die ersten Spiele noch verletzungsbedingt aus“, sagt der 22-Jährige jetzt. Nach Dresden hat es den jungen Mann, der bei der Bundeswehr arbeitet, inzwischen verschlagen, wo er noch bis Februar kommenden Jahres stationiert sei. „Langfristig werde ich wahrscheinlich in der Pfalz stationiert, deswegen wollet ich mir wieder einen Verein in der Heimat suchen. Niederauerbach ist da optimal, da ich mich eher auf das Berufliche konzentrieren möchte und am Wochenende einfach noch ein bisschen spielen will“, erläutert Simon.

Doppelrunde in Kreisliga nicht möglich

Der Angriffsspieler, der auch schon in der Bezirksliga Erfahrungen sammeln konnte, hat gerade seinen Bachelor in der Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre absolviert. Sein Spielstärkewert (1571 QTTR-Punkte) gäbe es heute noch her, dass er in der Bezirksoberliga spielt. In der Kreisliga sollte es mit wenigen Ausnahmen kaum Spieler geben, die gegen Simon gewinnen können. Nur Dirk Ehrmantraut von den BTTF Zweibrücken II hat noch einen wesentlich höheren Spielstärkewert (1760).

Der TTC Niederauerbach spielt in dieser Saison in einer Liga mit nur sieben Mannschaften, was zu nur einem Dutzend Saisonspielen führt. Die Sollstärke von zehn Mannschaften in der Kreisliga konnte auch in dieser Spielzeit trotz größter Bemühungen der Verbandsfunktionäre nicht erreicht werden. Eine Doppelrunde war, wie Bezirkssportwart Sebastian Kranitz beim zweiten Bezirkstag in Höheinöd berichtete, nach dem Regelwerk nicht möglich. Eine solche Doppelrunde ist nur dann denkbar, wenn nur sechs Teams in einer Liga sind.

Immer mal lange Spielpausen

Die Ligazusammensetzung führt für die Niederauerbacher immer wieder zu längeren Spielpausen. Im Oktober und November spielt der TTC sogar mehr als einen Monat lang keine Ligapartie. Neben den BTTF Zweibrücken II sollte das Team zu den stärksten Teams der Klasse gehören und ein gehöriges Wörtchen um den Aufstieg in die Bezirksklasse West mitreden.

Gegen den TTC Höhfröschen III war Simon am Freitag also noch nicht mit von der Partie. Dafür aber seine jüngere Schwester Johanna Schmidt, die üblicherweise in der zweiten Mannschaft aufschlägt und ihren Bruder ersetzte. „Ich finde es tatsächlich mega. Sie soll weiter trainieren, dann spielt sie nächstes Jahr dauerhaft in der Ersten“, sagt Simon zum Einsatz seiner Schwester. Schmidt gewann an der Seite von Detlev Cassel ihr Doppel gegen Höhfröschens Doppel Paul Borck/Michelle Stegner. Wie auch die beiden anderen Doppel der Niederauerbacher siegten sie im fünften Entscheidungssatz, was zu einer 3:0-Führung der Gastgeber führte.

Auch im Anschluss lief es rund für die Niederauerbacher. Denn sie siegten in den ersten drei Einzeln von Christian Mang, Cassel und Martin Gries. Erst Jürgen Blinn, der in vier Sätzen gegen Gerd Plötz verlor und Johanna Schmidt (1:3 gegen Andreas Soll) sorgten für die ersten Zähler des TTC Höhfröschen III zum zwischenzeitlichen 2:6. Martin Emrich, Mang und Gries holten im Anschluss dann aber die noch nötigen Einzelsiege für die ersten beiden Saisonpunkte des TTC Niederauerbach.

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