Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Niederauerbachkaserne hat neuen Kommandeur

Kommando-Übergabe: Von links Oberst Markus Meyer, Brigadegeneral Jens Arlt und der neue Kommandeur Oberstleutnant Oliver Henkel.
Kommando-Übergabe: Von links Oberst Markus Meyer, Brigadegeneral Jens Arlt und der neue Kommandeur Oberstleutnant Oliver Henkel.

Oberst Markus Meyer hat am Donnerstag das Kommando in der Niederauerbachkaserne und über das Fallschirmjägerregiment 26 abgegeben. Meyer wechselt nach Brüssel.

Seit 24. August 2018 hatte Markus Meyer die Soldaten in Zweibrücken und in der Merziger Kaserne „Auf der Ell“ geführt. Es war eine ungewöhnlich lange Dienstzeit für einen sogenannten Standortältesten, der in der Regel das Kommando etwa zwei Jahre innehat. 1400 Tage lang, also über drei Jahre und elf Monate, trug Meyer die Verantwortung für elf Kompanien beziehungsweise über 1800 Soldatinnen und Soldaten.

Mit einer emotionalen Rede verabschiedete sich Meyer am Donnerstag, 23. Juni, von seinem Regiment. Dieses habe vor allem der Corona-Einsatz an Grenzen geführt. „Wir waren mit fast 700 Soldaten in weit über 50 verschiedenen Orten, quer durch die Republik.“ Weitere Herausforderungen für die Zweibrücker Soldaten waren in dieser Zeit die Flut im Ahrtal und die Unterstützung bei der Evakuierung von Zivilisten aus Afghanistan nach der Rückkehr der Taliban. Überhaupt stand Meyers Zeit in der Rosenstadt im Zeichen multinationaler Einsätze. Ständig waren Fallschirmjäger in Krisenregionen, wie in Mali, eingesetzt. Zuletzt führte Meyer das deutsche Kontingent im Irak sogar selbst. Nun wechselt er in die Deutsche Militärische Vertretung nach Brüssel.

„Dank mit großer Demut“

„Mir ist bewusst, dass die tatsächliche Arbeit auf Tausenden von Schultern ruht. Absicht und Wille des Kommandeurs können nur dann Erfolg haben, wenn diese Schultern diese Last mittragen können und wollen. Mir bleibt nur, Ihnen mit großer Demut zu danken, für den Schweiß und die Tränen in den letzten Jahren. Für kurze Nächte, anstrengende Übungsplätze, für Fallschirmsprünge, die manchmal auch geschmerzt haben, beim Landefall. Für die geleisteten Dienste in Auslandseinsätzen. Danke, dass Sie mich getragen haben.“

Meyers Nachfolger ist Oberstleutnant Oliver Henkel. Er wechselt aus dem Verteidigungsministerium, wo er zuletzt im Militärischen Nachrichtenwesen eingesetzt war, nach Zweibrücken. Henkel kennt die Fallschirmjäger hier gut. Seine Laufbahn hatte er einst im Lebacher Fallschirmjägerbataillon 261 begonnen. Im Seedorfer Schwesterregiment war er als stellvertretender Kommandeur tätig.

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