Zweibrücken Nicht gerade ein Offensivspektakel
«LUDWIGSHAFEN.» Der SV 64 Zweibrücken geht auf dem dritten Platz der Handball-Oberliga ins neue Jahr. Im letzten Spiel des Jahres 2018 siegte die Mannschaft von Stefan Bullacher am Samstag bei den VTV Mundenheim mit 31:26 (12:11). Weniger Fehler und die bessere Torhüterleistung gaben den Ausschlag zugunsten der Gäste (wir berichteten kurz).
Das erwartete Offensivspektakel zweier Teams, die auf Jugend und Tempo setzen, blieb aus. „Wenn man ehrlich ist, dann war es in der ersten Halbzeit ein schwaches Oberliga-Spiel. Da haben beide Mannschaften viele Wünsche offen gelassen“, meinte SV-Trainer Bullacher. Zufrieden war er trotzdem. „Es ist schwer, in Mundenheim zu gewinnen.“ Seine Mannschaft fand einen Weg. Da war zunächst einmal Benedikt Berz im Tor, der einen guten Tag erwischt hatte, mit zehn Paraden einen großen Anteil daran hatte, dass die Gäste sich schon im ersten Durchgang mit bis zu drei Toren (4:7, 11./9:12, 26.) absetzen konnten. „Es war am Anfang nicht ganz leicht, aber mit jedem gehaltenen Ball wurde die Sicherheit größer“, sagte Berz, der aber auch seine Vorderleute lobte: „Die gesamte Abwehr hat gut gearbeitet.“ Trotzdem war der Vorsprung zur Pause nur hauchdünn, Mundenheim steckte nicht auf. „Sie haben sich immer wieder herangekämpft“, lobte SV-Kapitän Benjamin Zellmer den Gegner. Er selbst war auf der vorgezogenen Abwehrposition ein wichtiger Faktor dafür, dass die Angriffsmaschinerie der Gastgeber gehörig stotterte. Dazu kam die mannschaftliche Geschlossenheit der Gäste. „Wir haben die Tore im Angriff gut verteilt. Mundenheim konnte sich nicht auf einen Schützen einstellen.“ Tatsächlich griffen fast alle taktischen Kniffe von der SV-Bank. Zweibrücken setzte sich erst auf 23:17 ab (44.), bog mit einem 26:21 (53.) in die Schlussphase ein. Mundenheim versuchte nun alles, nahm Lukas Majbik und Tim Schaller mit enger Deckung aus dem Spiel. Bullacher reagierte, brachte mit Christopher Huber einen Spieler von der Bank, der mit frischen Beinen von den entstandenen Freiräumen profitierte, mit seinen beiden Treffern zum 27:24 und 28:25 (57. und 58.) für die Vorentscheidung sorgte. „Am Ende haben wir vielleicht sogar um ein oder zwei Tore zu hoch gewonnen. Das Spiel hat sich enger angefühlt“, atmete Benny Zellmer nach dem Schlusspfiff tief durch. Den Grund für den letztlich deutlichen Sieg kannte Bullacher: „Wir hatten die bessere Chancenverwertung.“ Sein Gegenüber Andreas Reckenthäler musste ihm in allen Punkten Recht geben: „Wir hatten 22 verworfene Bälle und 17 technische Fehler. Damit ist es schwer, in der Oberliga ein Spiel zu gewinnen.“ Erst recht, wenn der Tabellendritte der Gegner ist. So spielten sie VTV Mundenheim: Klein, Kunz (ab 43.) - Yannick Treiber (3/1), Muth (5), Simon Schleidweiler (2) - Schutzius (3/2), Binnes (4) - Aaron Schleidweiler (4) - Pönisch, Leonhardt, Benjamin Treiber (3), Hanke (2), Thielmann SV 64 Zweibrücken: Berz, Santarini (drei Siebenmeter) - Bayer (5), Schaller (3), Majbik (5) - Hammann (5), Benjamin Zellmer (5/1) - Schwarzer (4) - Thomas Zellmer (1), Huber (2), Meister, Dobrani, Meiser, Wöschler (1) Spielfilm: 3:1 (5.), 5:7 (11.), 9:9 (17.), 9:12 (26.), 11:12 (Halbzeit), 14:18 (37.), 17:23 (44.), 24:26 (56.), 26:31 (Ende) - Zeitstrafen: 4:4 - Siebenmeter: 5/3 - 2/1 - Beste Spieler: Aaron Schleidweiler - Berz, Bayer, Benjamin Zellmer - Zuschauer: 200 - Schiedsrichter: Haas/Müller (Osthofen).