Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Neuer Name, neuer Eigentümer: Aus Electroplus Fuhrmann wird Electroplus Dick

Hat sich frühzeitig um die Unternehmensnachfolge Gedanken gemacht: Joachim Müller, bislang in dritter Generation Geschäftsführer
Hat sich frühzeitig um die Unternehmensnachfolge Gedanken gemacht: Joachim Müller, bislang in dritter Generation Geschäftsführer von Electroplus Fuhrmann, hat den Betrieb zum 1. Juli an die Firma Electroplus Dick aus Bad Kreuznach übergeben – inklusive den beiden Standorten in Zweibrücken und Homburg-Einöd sowie allen Mitarbeitern.

Der traditionsreiche Familienbetrieb Elektro Fuhrmann hat einen neuen Eigentümer und deshalb auch einen neuen Namen. Der bisherige Inhaber Joachim Müller versichert, dass vieles, aber nicht alles beim Alten bleibt.

Joachim Müller hat bis 1. Juli als Inhaber und Geschäftsführer in dritter Generation den Elektro-Familienbetrieb Fuhrmann in der Zweibrücker Kaiserstraße geführt. Doch diese Ära ist nun Vergangenheit: Nach 90 Jahren firmiert der Betrieb ab sofort unter dem Namen Electroplus Dick. Denn die gleichnamige Firma aus Bad Kreuznach hat das alteingesessene Zweibrücker Fachgeschäft übernommen – inklusive des zweiten Standorts beim Globus-Einkaufsmarkt in Homburg-Einöd und inklusive aller zwölf Mitarbeiter.

Und auch Joachim Müller wird dem neuen, größeren Unternehmen erhalten bleiben. Der 57-Jährige, dessen Großvater mütterlicherseits, Heinrich Fuhrmann, das Unternehmen gegründet hat, wird in den Bereichen Finanzen und Personal tätig sein. Grund für den Verkauf war laut Müller, die Unternehmensnachfolge zu regeln und die Zukunft der Mitarbeiter zu sichern; auf anderem Weg sei kein Nachfolger gefunden worden. „Ich habe mich früh auf die Unternehmensnachfolge vorbereitet“, sagt Müller. Denn er kenne negative Beispiele aus der Branche, bei denen Betriebsinhaber diesen Schritt eben nicht früh genug gegangen seien, vielleicht auch nicht loslassen konnten beziehungsweise wollten und schließlich die Schließung der Firma unausweichlich gewesen sei.

Schon in jungen Jahren Verantwortung übernommen

Für den eigenen Betrieb sieht Joachim Müller jedoch durch den Verkauf eine langfristige Zukunftsperspektive. Sein neuer Chef heißt Maximilian Dick und ist 29 Jahre alt. Ungefähr in diesem Alter habe sein Vater 1959 das Unternehmen Elektro Fuhrmann vom Gründer und Großvater übernommen; auch Müller selbst sei etwa in dieser Lebensphase ins elterliche Geschäft und in die Verantwortung eingestiegen. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der auch eine handwerkliche Ausbildung als Elektroinstallateur absolviert hatte, hat nach eigenen Aussagen in seine Firma „gerne und viel investiert“. So hat er beispielsweise 2020 die Firma Elektro Schwarz unterhalb des Globusmarktes in Einöd übernommen; hier werde hauptsächlich „weiße Ware“ verkauft – also Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke.

Mit Electroplus Dick in Bad Kreuznach übernimmt ein ebenfalls familiär geprägter Betrieb, der allerdings laut Müller etwa die dreifache Größenordnung wie Fuhrmann habe. Er sei Mitglied im gleichen, eher kleinen Einkaufsverband Electroplus. Dennoch werde die Übernahme seiner Überzeugung nach etwa durch bessere Einkaufskonditionen Früchte tragen. Insgesamt sei ein Unternehmen entstanden, das an seinen vier Standorten Bad Kreuznach, Ingelheim, Zweibrücken und Homburg-Einöd knapp 50 Mitarbeiter beschäftigt. „Die Kunden erwartet zukünftig eine größere Produktauswahl in Verbindung mit einer höheren Lieferfähigkeit. Das gewohnte Serviceniveau und die bekannten Ansprechpartner bleiben erhalten“, betont Joachim Müller, dass sich außer dem Namen gar nicht viel – und wenn, dann nur zum Vorteil der Kunden – ändert.

Zwölf Mitarbeiter bleiben alle an Bord

Dies sei wichtig für die vielen Stammkunden, aber auch für die Mitarbeiter, die allesamt an Bord blieben. Was er auch als Statement und Zeichen von Vertrauen wertet. Und das neue Unternehmen bildet weiterhin aus, was für den bisherigen Inhaber ebenfalls ein wichtiger Punkt bei der Nachfolger-Suche gewesen sei. Diese sei ein längerer Prozess gewesen: „Ich habe früh darauf geachtet, das Unternehmen unabhängig zu machen von meiner Person.“ Ferner ist Müller überzeugt: „Handwerk hat Zukunft, auch unsere Branche hat Zukunft.“

Vor den großen Elektromärkten auf der grünen Wiese, die ab der Jahrtausendwende entstanden sind, habe er ebenso wenig Angst wie vor dem Onlinehandel. Denn beide lockten ganz andere Kundschaft als sein Unternehmen an, bei dem Service, personelle Verfügbarkeit und Vertrauen, nicht allein der Preis eine große Rolle spielten. Erhalten bleibt die breite Angebotspalette, die neben den üblichen Elektrogeräten auch Serviceleistungen von Altbausanierung bis Sicherheitstechnik umfasst. Nur an den neuen Namen, der bereits die Firmenfahrzeuge ziert, müssen sich Kunden und Mitarbeiter sicher noch gewöhnen.

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