Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Regelung: Spieler haben wegen Corona künftig einen besseren Spielstärkewert

Bei der Rückkehr an die Tischtennisplatten gibt es einige Besonderheiten.
Bei der Rückkehr an die Tischtennisplatten gibt es einige Besonderheiten.

Auch die Saison 2021/22, die mit dem Ende der Wechselfrist am 31. Mai offiziell begonnen hat, wird noch einige coronabedingte Besonderheiten mit sich bringen. Sowohl bei Turnieren als auch beim Spielstärkewert ist einiges anders. Und auch die Kleinsten müssen sich für ihre ersten geplanten Turniere auf Neues einstellen. Die RHEINPFALZ stellt Besonderheiten vor.

Spielstärkewert (QTTR-Wert): Wenn ein Spieler eine Partie gewinnt oder verliert, zieht das einen geänderten Spielstärkewert nach sich. Spielt man nicht, ändert sich folglich auch der QTTR-Wert nicht? Was sich zunächst richtig anhört, stimmt so nicht. Denn bundesweit, das teilt der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) mit, haben 50.257 Akteure sogar einen besseren Spielstärkewert erhalten. Hintergrund ist die Neuregelung des Inaktivitätsabzugs, der rückwirkend greift. Die Regel wurde erneuert, weil Matchpraxis in der coronabedingten Pause ausblieb. Seit 1. November des vergangenen Jahres konnten ja keine spielstärkerelevanten Spiele mehr bestritten werden.

Der Inaktivitätsabzug regelt sich nun so: Der Abzug wird künftig nur noch dann vorgenommen, wenn jemand 24 Monate lang nicht gespielt hat. Dann aber in Höhe von 80 Punkten, statt wie bisher 40 Punkte für zwölf Monate. Für höchstens zweimal weitere sechs Monate ohne Spiel werden jeweils 20 Punkte bis zu einer Summe von maximal 120 Punkten abgezogen.

Mini-Meisterschaften: Die Mini-Meisterschaften für die hiesigen Vereine wurden in den vergangenen Jahren häufig in Höheinöd ausgetragen. Das Turnier ist eine Breitensport-Aktion des DTTB, die für Kinder bis zwölf Jahre entwickelt wurde. Sowohl Kinder, die bereits in Vereinen aktiv sind, als auch reine Hobbyspieler dürfen starten. Für den Pfälzischen Tischtennis-Verband (PTTV) ist der Beauftragte für Breiten- und Freizeitsport, Jürgen Wissing, für die Veranstaltungen verantwortlich. Ob wie in der Saison 2020/21 erneut auf Kreis-, Bezirks- und Verbandsebene sowie das Bundesfinale verzichtet werden muss, ist noch fraglich. Der Pfalzentscheid für die Mini-Meisterschaften ist für den 21. Mai des kommenden Jahres vorgesehen.

Sommer-Team-Cup: Der Sommer-Team-Cup ist ein Mannschaftswettbewerb, der Spielern die Möglichkeit bieten soll, trotz der anhaltenden Pandemie wieder an die Platte zurückzukehren. Das Turnierformat ist sehr flexibel gehalten. „Voraussetzung für die Durchführung ist, dass die Pandemie-Lage und die lokalen Hygienekonzepte solche Wettkämpfe erlauben und die Hallen wieder geöffnet sind“, sagen die Veranstalter. Schon ab 30. Mai bis zum 29. August sollte gespielt werden. „Ich bin realistisch der Meinung, dass ein Turnier so zurzeit nicht stattfinden wird“, erklärte Sebastian Kranitz, Bezirkssportwart des hiesigen Tischtennisbezirks Westpfalz Süd, aber unlängst bereits. Dank sinkender Infektionszahlen soll der Wettbewerb nun am 1. Juli beginnen.

Pfalz-Einzelmeisterschaften Damen und Herren, andere Turniere: Die normal im Januar ausgetragenen Pfalz-Einzelmeisterschaften sollen 2021 am 27. Juni gespielt werden. Noch sucht der PTTV aber eine Halle für das Turnier. Die Teilnehmerzahl wird auf 32 Herren und 16 Damen festgelegt. Die Veranstaltung dient als Qualifikation zum Turnier Region 7 der Damen und Herren. Fällt das Turnier aus, muss der Leistungssportausschuss des PTTV eine Nominierung für die Region 7, die Qualifikation für die nationalen Meisterschaften am 28. und 29. August in Bremen, anhand des Spielstärkewertes treffen.

Die übrigen Turniere wie Bezirkseinzelmeisterschaften, Ranglisten und Co. sind wie gewohnt terminiert. Ob sie stattfinden, ist derzeit offen.

Jugend trainiert für Olympia: Seit Jahren sind das Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium und das Helmholtz-Gymnasium bei diesem Schulsportwettbewerb sehr erfolgreich. Im kommenden Schuljahr sollen die Qualifikationsturniere und das Bundesfinale wie gewohnt stattfinden, nachdem im Schuljahr 2020/21 keine Wettbewerbe ausgetragen wurden. Noch im März 2020 gewann das Helmholtz-Team mit Maya Szala, Anna-Maria Erb, Emily Schäfer, Lilly Lohr, Emma Pirmann, Annina Schantz und Celina Siebert den Landesentscheid der 14- bis 17-Jährigen.

Ein weiteres Angebot für Schulen ist die „Schulsport-Staffette“ mit einer Vielzahl von Sportarten. Vom 26. Juli bis 26. September geht es dabei aber nicht um den großen sportlichen Reiz, sondern generell um Bewegung im Kindes- und Jugendalter.

Saisonstart: Die Mannschaftsaufstellungen müssen wie in den Vorjahren im Juni festgezurrt und an den Verband eingereicht werden. Die Saison soll am ersten September-Wochenende starten. Ob auch in der Region Zweibrücken, wie erwartet, einige Spieler nicht an die Platte zurückkehren, bleibt abzuwarten. Sollten Mannschaften wegen Spielermangels abmelden müssen, wird es veränderte Klasseneinteilungen geben. Gespielt wird weiter mit Sechsermannschaften. Eine Umstellung zu den Viererteams ab der Saison 2021/22 ist vom PTTV vorerst noch nicht geplant.

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