Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Neue DFB-Juniorcoaches: Hofenfels-Quintett leitet jüngere Mitschüler an

Fünf DFB-Juniorcoaches des Hofenfels-Gymnasiums – von links Sebastian Becker, Luca Lefebre, Henri Gergs, Lukas Röser und Emil Se
Fünf DFB-Juniorcoaches des Hofenfels-Gymnasiums – von links Sebastian Becker, Luca Lefebre, Henri Gergs, Lukas Röser und Emil Seib mit Lehrer Jens Mildenberger – haben ihre Ausbildung abgeschlossen. Zum Abschluss organisierte das Quintett für Fünftklässler der Schule am Mittwoch einen Parcours für das DFB-Sportabzeichen und einen für das DFB-Paule-Schnupperabzeichen im Westpfalzstadion.

Da ist ganz schön was los auf dem grünen Kunstrasen im Zweibrücker Westpfalzstadion: Fünf ältere HFG-Schüler haben dabei eine ganz besondere Funktion.

Rund 125 Fünftklässler aus fünf Klassen des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums (HFG) dribbeln, passen, schießen und köpfen an acht verschiedenen Stationen mit dem Fußball aufs Tor. Das Ziel aller Schüler der fünften Klassen an diesem kalt-nassen Mittwochmorgen Anfang Juni: entweder die Leistungen für das DFB-Fußballabzeichen zu erfüllen oder die für das etwas einfachere DFB-Paule-Schnupperabzeichen. Zum Schnupperabzeichen, das eher für Schüler gedacht ist, die nicht Fußball im Verein spielen, gehört auch die eine der dafür zu absolvierenden Aufgaben („Kurzpass-Ass“), die HFG-Lehrer Jens Mildenberger gerade bereut. „Ihr müsst den Ball aus der Zone heraus an die Bank schießen und er muss auch wieder in die Zone zurückkommen vor dem nächsten Schuss“, erklärt der 48-Jährige Lehrer für Sport und Erdkunde den wartenden Schülern.

Anrechenbar auf die C-Lizenz

Zum höherwertigen DFB-Sportabzeichen für junge Kicker im Verein gehören dagegen fünf Stationen und Aufgaben. Jeweils eine davon wird an diesem Morgen von den 15-jährigen Neuntklässlern Sebastian Becker, Luca Lefebre, Henri Gergs, Lukas Röser und Emil Seib betreut. Aus besonderem Grund: Während der Fußball-Arbeitsgemeinschaft an der Schule hat sich das Quintett von Mildenberger im vergangenen halben Jahr zum DFB-Juniorcoach ausbilden lassen.

Der DFB-Juniorcoach ist nach dem Kindertrainer-Zertifikat die nächste Stufe (vor der C-Lizenz), um sich als Fußballtrainer ausbilden zu lassen. Damit darf man bis zur E-Jugend offiziell Mannschaften anleiten. „Die fünf Jungs haben dabei 40 Stunden absolviert“, erklärt Mildenberger. „Die 40 Stunden vom DFB-Juniorcoach können auch auf die 120 Stunden der C-Trainer-Lizenz angerechnet werden, wenn sie innerhalb der nächsten zwei Jahre danach angegangen wird“, sagt zudem Verbandssportlehrer Christian Bauer vom Südwestdeutschen Fußball-Verband (SWFV).

Lehrer Jens Mildenberger vom Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium nimmt an einer Station im Westpfalzstadion Schülern das DFB-Paule-S
Lehrer Jens Mildenberger vom Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium nimmt an einer Station im Westpfalzstadion Schülern das DFB-Paule-Schnupperabzeichen ab. Mildenberger hat zuletzt in der Fußball-AG der Schule fünf 15-Jährige zum DFB-Juniorcoach ausgebildet.

Für die fünf HFG-Jungs gab es im ersten Halbjahr laut Mildenberger, der mit seiner Familie in Bechhofen wohnt, beim FC Palatia Limbach Trainer war und früher für die zweite Mannschaft des FC Homburg bis in die Oberliga Fußball gespielt hat, eine Online-Phase mit vielen Theorie-Inhalten. „Da ging es um neue DFB-Trainingsvorgaben und -inhalte, erste Hilfe, Konflikte oder auch den Umgang mit den Eltern“, erläutert er die AG-Stunden immer mittwochs für eineinhalb Stunden in der 7./8. Schulstunden. Im zweiten Halbjahr sei das Erlernte dann praktisch in der Halle umgesetzt worden.

Und jetzt hatten Sebastian Becker, Luca Lefebre, Henri Gergs, Lukas Röser und Emil Seib den Tag rund um das DFB-Sportabzeichen organisiert, es war quasi ihre Feuertaufe und Abschlussprüfung. Sie mussten alle Stationen auf- und abbauen und schauen, dass das richtige Material in ausreichender Menge vorhanden war. Beim DFB-Sportabzeichen sind die Anforderungen höher, es gibt zum Beispiel beim „Kurzpass-Ass“ zusätzlich ein Zeitlimit von 30 Sekunden. Oder beim „Kopfball-König“ unterschiedliche Punktzahlen; je nachdem, wohin man im Tor trifft. Das Quintett betreut, jeder an einer Station, die jüngeren Schüler, gibt die nötigen Erklärungen und notiert die jeweiligen Leistungen auf dem Wertungsblatt. Bis zu 60 Punkte sind an jeder Station (noch Dribbelkünstler, Flankengeber und Elferkönig) möglich.

Erste Einsätze bei der Jugend

Die neuen DFB-Juniorcoaches haben offensichtlich Spaß daran gefunden, mit Jugendlichen an deren fußballerischen Können zu arbeiten. Emil Seib aus Lambsborn und Lukas Röser können sich durchaus vorstellen, demnächst bei der SG Bechhofen/Bruchhof als Co-Trainer im F- oder E-Jugendbereich einzusteigen. Luca Lefebre dagegen ist bei der SG Rieschweiler schon im Einsatz: Er fungiert bei der F-Jugend mit Trainer Patrick Zöllner bereits als Co-Trainer.

Die passenden Urkunden gibt es demnächst auch noch. „Das geht nicht verloren. Mit Beginn der Ausbildung sind sie ja bei uns registriert“, verdeutlicht SWFV-Verbandssportlehrer Christian Bauer.

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