Contwig Nach Streit: Schülerin verletzt Mitschüler mit Pfefferspray
[aktualisiert 15.45 Uhr] Am Mittwoch gegen 10 Uhr kam es an der IGS in Contwig zu einem Vorfall, bei dem Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 14 Jahren durch Pfefferspray verletzt wurden.
Vorausgegangen war ein Streit zwischen zwei Schülerinnen, der bereits einige Tage zurückliegt. Eines der Mädchen besorgte sich daraufhin Tierabwehrspray auf Pfefferbasis und versprühte es in der Umkleide der Sporthalle der IGS. Daraufhin klagten 16 Mitschülerinnen und Mitschüler über Hautreizungen, Augenbrennen und Atemnot. Ein Schüler musste im Zweibrücker Krankenhaus ambulant versorgt werden. „Die 13-jährige Verursacherin gab sich sogleich als Täterin zu erkennen und war sichtlich schockiert über die Folgen ihrer Tat“, teilte die Polizei mit. Sie hat weitere Ermittlungen aufgenommen.
Laut der stellvertretenden Schulleiterin Steffi Theis war der Aufruhr zwar groß, aber es sei vergleichsweise wenig passiert. Die Schule habe von sich aus die Polizei gerufen, „um jedes Risiko auszuschließen“, und sie habe die Eltern informiert und ihnen freigestellt, ihre Kinder abzuholen. Nur eine siebte Klasse sei betroffen gewesen, und der Unterricht sei danach weitergegangen. „Es ist wieder alles im Lot“, sagte Steffi Theis am Nachmittag.
Die Schülerin sei sich gar nicht bewusst gewesen, was sie anrichtet, sagte die stellvertretende Schulleiterin. Weil sie erst 13 ist, droht ihr keine Strafverfolgung, aber die Schule werde beraten, „welche Folgen das hat“. Man werde eine Klassenkonferenz einberufen und gemeinsam mit den Eltern überlegen, was sinnvoll ist.