Homburg RHEINPFALZ Plus Artikel Musiksommer-Programm: Zweibrücker Bands und Berühmtheiten

Unter anderem die Groovin’ Monkeys sind beim Homburger Musiksommer dabei.
Unter anderem die Groovin’ Monkeys sind beim Homburger Musiksommer dabei.

Der Homburger Musiksommer geht auch dieses Jahr wieder im XXL-Format über die Bühne. Er erstreckt sich über dreieinhalb Monate. Am Freitag findet das erste Konzert auf dem Marktplatz statt. Im Juli kommt sogar der Keyboarder der Spider Murphy Gang in die Stadt.

Norbert Zimmer und Raimund Konrad stehen hinter dem Homburger Musiksommer. Sie sorgen für 30 Konzerte auf dem Homburger Marktplatz bis Mitte September. 15 sind es in der Querbeat-Reihe mit Rock-, Pop-, Blues- und Soulbands. Sie starten am Freitag, 2. Juni, finden danach jeden Freitag statt und dauern jeweils von 19 bis 22 Uhr. Der Jazz-Frühschoppen geht immer samstags zwischen 11 und 14 Uhr über die Bühne. Auch er hat 15 Programmpunkte.

„Der Freitag ist mein Baby“, sagt Norbert Zimmer vom Homburger Kulturamt augenzwinkernd. Viele Bands hört er sich selbst an, teilweise fährt er dafür sogar 200 Kilometer. Wobei anhören nicht ganz das richtige Wort ist, denn: „Alle Bands, die ich ausgesucht habe, machen eine Performance auf der Bühne. Die stehen nicht statisch da.“ Diese Mitmach-Garantie sei ihm wichtig.

Bands aus der Südwestpfalz sind am Start

Alle möglichen Genres sind vertreten, von Pop über Rock bis hin zu Blues, Soul und Oldies. Auch Tribute-Bands kommen. „Wir haben eine Hommage an Udo Jürgens am 21. Juli und eine an die Beatles mit den Scarabees am 25. August“, führt Zimmer aus. Auch einige Zweibrücker Bands geben sich die Ehre, etwa Purple Haze am 23. Juni, die Santana-Coverband am 8. Juli und die Groovin’ Monkeys am 30. Juni. Außerdem ist mit den Bixi Chicks eine Pirmasenser Formation dabei.

Ein Höhepunkt für Zimmer ist das Konzert von Sixtyfive Cadillac am 7. Juli: „Das ist eine sehr internationale Band.“ Die zehn Musiker kommen aus Griechenland, Holland, Polen, China und Deutschland und spielen R’n’B, Soul, Jazz und Funk. Ganz besonders freut der Organisator sich auch auf Krüger rockt! Die Musiker spielen alles, was die 1950er Jahre so hergeben. Da darf Elvis natürlich nicht fehlen.

Der Keyboarder der Spider Murphy Gang

Den Anfang am Freitag macht die Band Tandaradau. Sie spielt Hits aus den Achtzigern und Neunzigern. Phil Collins und Michael Jackson befinden sich im Repertoire, aber auch Bruno Mars und Jan Delay. Der Jazz-Frühschoppen geht am Samstag, 3. Juni, los – mit Armstrong’s Ambassadors. Bandleader und Drummer Bernard Flegar hat einen echten Star an seiner Seite, nämlich Colin Dawson, der sich als Solo-Trompeter international einen Namen gemacht hat.

Ludwig Seuss wiederum ist seit 40 Jahren der Keyboarder der Spider Murphy Gang. Er kommt am 22. Juli nach Homburg – mit einer Band. Raimund Konrad, der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt und Beigeordnete für Kultur und Tourismus, wollte ihn schon früher in die Saarpfalz holen: „Ich hatte ihn schon mal fast im Programmheft drin, dann ist ihm aber die Spider Murphy Gang dazwischengekommen mit einem Sonderkonzert.“

Platz für 1000 Leute

Laut Konrad machen die Atmosphäre des Marktplatzes, die Bars und Restaurants rundherum und das Publikum den Musiksommer besonders. „Wir haben sehr viel Stammpublikum, das uns immer wieder darin bestärkt, weiterzumachen“, sagt er. Das weiß, was es bekommt: Urlaubsgefühle, eine schöne Stimmung, und richtige Musikshows. Norbert Zimmer bezeichnet den Homburger Musiksommer als „das Original“. 2002 ging er zum ersten Mal – damals noch als reines Jazzfestival – über die Bühne.

1000 Leute können auf den Marktplatz kommen. Rund 700 Steh- und 300 Sitzplätze gibt es. In den vergangenen Jahren haben aber auch immer wieder Besucher um den Marktplatz herum zugehört. Das geht, denn die Saarbrücker Straße wird gesperrt. „Dann kann man auch auf der Straße stehen und der Musik zuhören“, sagt Zimmer. Der Stadtrat habe zudem beschlossen, dass das Parken auf dem Marktplatz den gesamten Sommer über verboten ist.

Der anfängliche Ruf der Freitagabende

Nächstes Jahr geht der Homburger Musiksommer zum 20. Mal über die Bühne. Ins Leben gerufen hat die Konzertreihe der ehemalige Vorsitzende der Interessengemeinschaft Homburger Altstadt, Paul Schönborn. „Der war ein absoluter Jazzliebhaber“, sagt Rainer Konrad. Vor rund 15 Jahren kam man dann auf die Idee, neben den Samstagen auch die Freitagabende musikalisch zu bespielen. Dann hat sich die Konzertreihe Stück für Stück erweitert und wurde immer größer – und hochkarätiger.

Das hat auch seinen Preis: Etwa 100.000 Euro kostet der Musiksommer, verrät Norbert Zimmer. 60.000 Euro Förderung gebe es von der Stadt. Den Rest übernehmen größtenteils Sponsoren. Anfangs, sagt Zimmer, seien die Freitagabendkonzerte abgetan worden. „Da können so drei Hansel mal ein bisschen singen“, sei früher oft gesagt worden. „Als ich das übernommen habe, habe ich gesagt: Da reichen keine drei Hansel mehr, da müssen gescheite Bands her, sonst mache ich das nicht. Mittlerweile sind wir auf einem Level, das man fast nicht mehr toppen kann. Es sei denn, ich hole den Peter Maffay noch.“

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