Zweibrücken Murer: Bin Statistin

Susanne Murer, Ortsvorsteherin von Mörsbach, ist sauer. Monatelang hat sie auf den Schlüssel zum Dorfplatz gewartet. Jetzt soll sie ihn bekommen. Die Begründung, warum der Umwelt- und Servicebetrieb (UBZ) über ihren Kopf hinweg Poller vor den Dorfplatz gestellt hat, steht aber noch aus.
„Der Dorfplatz war plötzlich mit Steinen abgesperrt“, sagt Murer. Dann folgten Poller. Laut Murer begründete dies der UBZ damit, dass zum einen Gegenstände auf dem Dorfplatz abgelagert wurden und zum anderen dort geparkt worden sei. „Dass Zeug dort abgestellt worden ist, war mit mir abgesprochen“, sagt Murer. Sie versteht daher das Handeln des UBZ nicht und fühlt sich übergangen. Diese Erfahrung hat Murer schon die gesamte Legislaturperiode gemacht: „Man fühlt sich wie in einer Statistenrolle“, findet sie. So wie gerade erst, als Murer zu Ohren kam, dass auf dem Dorfplatz eine politische Aktion mit dem Oberbürgermeister geplant ist. Davon hat sie erst über Dritte erfahren. Ein Unding, wie Murer findet. Den Schlüssel für die Poller will der UBZ ihr jetzt aushändigen. „Was dann da passiert, ob da geparkt werden darf oder nicht, das bleibt noch abzuwarten“, sagt Murer. Aber: Die Kritik vom UBZ, dass das Parken auf dem Platz diesen zerstört, ist für Murer nicht stichhaltig belegt. Es werde gesagt, dass parkende Autos den Untergrund des Dorfplatzes auf Dauer beschädigen. „Bisher sind das aber nur Mutmaßungen. Ich will eine begründete Aussage dazu“, sagt die Ortsvorsteherin entschieden. Einen Erfolg hat Murer − zumindest bisher − aber einfahren können. Die Geschwindigkeitstafeln an den Ortseingängen, die seit einiger Zeit kaputt sind, sollen durch gebrauchte Tafeln des Ordnungsamts ersetzt werden. Das Problem sei gewesen, dass lange nicht klar war, wem die Tafeln gehören – ob der Stadt oder Mörsbach. „Aber Mörsbach gehört ja der Stadt an“, sagt Murer. „Mich haben schon viele Leute darauf angesprochen. Aber ich kann da ja nicht viel machen. Mir ist nur wichtig, dass das jetzt noch vor der Wahl passiert, damit das diese Legislaturperiode noch fertig wird“, so die Ortsvorsteherin.