Zweibrücken
Motorsport: Homburger Automobilclub fiebert 47. Bergrennen im Juli entgegen
Für den Homburger Automobilclub (HAC) war das abgelaufene Jahr eine Zeit des Umbruchs. Nach überraschend notwendigen Neuwahlen im Herbst ist der seit 1968 bestehende Automobilclub aber wieder voll handlungsfähig. Der Termin für das 47. Bergrennen steht schon fest: vom 10. bis 12. Juli. Die Vorbereitungen laufen bereits auf vollen Touren.
Gerade hat der Verein das Jahr bei einem Neujahrsempfang (statt einer Jahresabschlussfeier) im Käshofer Dorfgemeinschaftshaus Revue passieren lassen. Mit dem Dorfgemeinschaftshaus Käshofens hat der Club zwischenzeitlich einen neuen Treffpunkt für größere Clubabende, Besprechungen vor dem Bergrennen, das Helferfest nach dem Bergrennen und diverse Vorstandssitzungen gefunden.
Nach dem überraschenden Rücktritt des Vorsitzenden Christoph Baldes, der in den letzten 15 Jahren beim Homburger ADAC Ortsclub an der Spitze stand und auch von Schatzmeisterin Carina Hemmer aus familiären Gründen war eine außerordentliche Mitgliederversammlung samt Neuwahlen im letzten Herbst nötig geworden. Dabei wurde der bisherige Zweite Vorsitzende Andreas Herl in das oberste Vorstandsamt gewählt. Der 54-jährige Schornsteinfegermeister und Unternehmer aus Pirmasens war lange Zeit selbst aktiver Renn- und Rallyefahrer. Er steht ohne Wenn und Aber für das Bergrennen auf der Käshofer Straße ein, das in diesem Jahr vom 10. bis 12. Juli zum 47. Mal in Folge stattfinden wird.
Enges Band zum Zielort Käshofen
Mit dem neuen Stellvertreter Herls, Andreas Schumacher aus Käshofen, wo das Bergrennen sein Ziel hat, wurde wie in früheren Zeiten wieder ein engeres Netz mit der 700-Seelen-Gemeinde auf der Sickinger Höhe geknüpft. Der Hauptbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Käshofen ist in der über 50-jährigen Geschichte des saarpfälzischen Clubs das erste Vorstandsmitglied aus Käshofen.
In der Zeit der Jahreswende wurden und werden im Club schon viele Weichen für die kommende Motorsportsaison gestellt. Verträge mit den beim Bergrennen startenden Rennserien und Meisterschaften, das Anmelden des 47. Homburger ADAC Bergrennens beim Deutschen Motorsport Bund sowie die ersten Genehmigungen bei Behörden im Saarland und der Pfalz standen bereits an. Auch Poolbeiträge und Genehmigungsgebühren sind zu diesem frühen Zeitpunkt im neuen Jahr bereits fällig. Hier war der neu zusammengesetzte Vorstand gefordert.
20 Aktive starteten im Vorjahr unter der grün-weißen Flagge des Homburger AC bei Bergrennen, Berg-Slaloms, Rundstrecken, Kart, Rallyes und Slalomveranstaltungen. Allein beim heimischen Bergrennen in Juli gingen 18 lizenzierte Clubmitglieder ins Rennen, so viele wie bei keinem anderen Veranstalterverein in der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft.
Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel konnte regionale, nationale und internationale Erfolge vermelden. Ein kleiner Wermutstropfen ist der Rücktritt von Weltmeister und Le Mans-Sieger Timo Bernhard. Bernhard hatte Anfang Dezember seine Profikarriere beendet, bleibt seinem Arbeitgeber Porsche aber als Markenbotschafter erhalten. Wie man den 38-jährigen Miesauer kennt, kann er auch künftig nicht vom Gaspedal lassen. Seine Teilnahme am 47. Homburger Bergrennen hat er bereits angekündigt, und auch die ein oder andere Rallye mit seinem neu angeschafften VW Polo R5 soll dem Rennsportler aus Leidenschaft Spaß bringen.
Gold für Müllers Vereinstreue
In der den Amateuren vorbehaltenen Clubmeisterschaft 2019 dominierte der Homburger Kai Neu mit seinem Ford Focus ST 170. Der Kfz-Servicetechniker im elterlichen Autohaus holte sich mit 88,36 Punkten zum zweiten Mal nach 2017 den Titel. Der einzig echte Nachwuchsfahrer im Homburger AC, der 13-jährige Max Reis aus Ramstein, kletterte im Jahr 2019 wieder eine Sprosse nach oben: In der Rotax Mini-Klasse des Kart-Sports heimste der Schüler 18 Rennsiege ein und belegte die Saison als Vierter.
Die ausgeschiedene Kassiererin Carina Hemmer wurde vom Club für ihre zehnjährige Mitgliedschaft mit der Vereinsnadel in Bronze bedacht. Gold gab es für den Münchwieser Motorenbauer und Tuner Hermann Müller für 30 Jahre Vereinstreue.