Zweibrücken RHEINPFALZ Plus Artikel Mit diesen Maßnahmen sichert Zweibrücken sein Stadtfest ab

Bis zu 120.000 Besucher werden beim Zweibrücker Stadtfest erwartet.
Bis zu 120.000 Besucher werden beim Zweibrücker Stadtfest erwartet.

Kein Fahrzeug soll beim Zweibrücker Stadtfest in die Feierzone durchbrechen können. Stadt und Polizei haben ihr Sicherheitskonzept verschärft.

„Wir wünschen uns ein tolles, fröhliches Stadtfest mit über 100.000 Besuchern, acht Bühnen und vielen Treffpunkten und Biergärten“, blickt die städtische Beigeordnete Christina Rauch auf das Großereignis vom 25. bis 27. Juli voraus. Weil Zweibrückens größte Massenparty ohne böse Überraschungen über die Bühne gehen soll, haben Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt das Stadtfest-Sicherheitskonzept überarbeitet. „Dieses Jahr sind auf dem gesamten Festgelände während der Veranstaltungszeiten erstmals keinerlei Ein- und Ausfahrten mehr möglich“, sagt Thilo Huble. Dabei ist sich der Kulturamtsleiter darüber im Klaren, dass dies für die Bühnentechniker sowie die Lieferanten der Getränke- und Essensstände eine starke Einschränkung bedeutet. Ebenso für die Anrainer, die in und an der Festmeile wohnen.

Die Absperrungen sollen ungewollte Einfahrten – erst recht Attentäter mit Fahrzeugen – unterbinden. Fest installierte Sperren machen übers gesamte Festwochenende die Schillerstraße Richtung Herzogplatz, die Herzogstraße ab Einmündung Uhlandstraße, die Gestütsallee, die Münz- und die Rosengartenstraße sowie die Bleicherstraße ausnahmslos unpassierbar. Man werde aber dafür sorgen, dass die Zufahrt zum Parkhaus am Schloss möglich bleibt, so Huble.

Bundeswehr und Stadt Kaiserslautern helfen

Ergänzt wird das Konzept durch drei flexible, absenkbare Sperren, die berechtigtes Personal bei Bedarf aufmachen kann – etwa, wenn Rettungsfahrzeuge durchmüssen. Diese sogenannten Armis-One-Sperren bleiben auch über Nacht geöffnet, wenn der Festbetrieb ruht. Die drei beweglichen Barrieren an der Gutenberg-, der Haupt- und der Von-Rosen-Straße werden für Anwohner und Festbeschicker in den Nächten auf Samstag und Sonntag frühestens ab 2 Uhr aufgesperrt und am frühen Montagmorgen frühestens ab 1 Uhr – jeweils dann, wenn der Besucherstrom auf der Festmeile versiegt ist. Geschlossen werden die drei Schlupflöcher am Freitag um 15 Uhr, am Festsamstag um 11 Uhr und am Sonntag um 10 Uhr. „Die Zufahrt zur Von-Rosen-Straße“, so Huble, „ist nur über die Ritterstraße möglich, aber nicht über die Fruchtmarktstraße“.

Zufahrtssperren vom Typ Armis-One kamen dieses Jahr auch beim Fasnachtsumzug in Mechtersheim zum Einsatz.
Zufahrtssperren vom Typ Armis-One kamen dieses Jahr auch beim Fasnachtsumzug in Mechtersheim zum Einsatz.

Die Stadt lässt sich die Logistik und das Personal, das die Absperranlagen betreut, für die Sicherheit beim Fest „einen fünfstelligen Betrag“ kosten, wie Thilo Huble andeutet. „Unterstützung erhalten wir von der Bundeswehr, die uns mit neun festen, unbeweglichen Barrieren aushilft“, erläutert der Kulturamtschef. „Und die Stadt Kaiserslautern leiht uns die drei flexiblen Armis-One-Sperren aus.“ Die Zweibrücker Feuerwehr, so deren Einsatzplaner Matthias Freyler, stellt massive Wassertanks auf, die in der Fachsprache als Indu-Tainer bezeichnet werden. Einige davon werden mit stabilen Seilen quer über die Fahrbahn miteinander verbunden – so, wie es zu Pfingsten im Eingangsbereich des Turnerjahrmarkts der Fall war.

Kein Durchschlängeln mehr möglich

„Die Standorte, an denen die Sperren installiert werden, sind gegenüber den Vorjahren unverändert“, sagt Thilo Huble und weist darauf hin, dass man die Barrieren „nicht mehr als S-Verschränkungen“ aufstelle, die den Rettungswagen früher wenigstens noch ein Durchschlängeln erlaubt hatten. An deren Stelle treten die flexiblen Armis-One-Absperrungen.

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Wer sich beim Stadtfest verletzt oder andere Probleme mit der Gesundheit hat, kann sich in der Notfall-Ambulanz des Roten Kreuzes im Rathaus am Herzogplatz versorgen lassen. Dort werden auch eine Anlaufstelle für verlorengegangene Kinder, ein Fundbüro und ein geschützter Rückzugsort für Frauen und Kinder eingerichtet. Für bestimmte Bereiche kündigt die Polizei Videoüberwachung an – unter anderem auf dem Alexanderplatz. Überall dort, wo Kameras den Festtrubel beobachten, machen Hinweisschilder auf die Videotechnik aufmerksam. Bei dieser, so Huble, werde der Datenschutz beachtet.

Sonderzüge und Zusatzbusse

Besuchern gibt die Beigeordnete Christina Rauch den Rat, ihre Autos zuhause zu lassen und auf Busse und Bahnen umzusteigen, für die es Sonderfahrpläne und Zusatzzüge bis 2 Uhr nachts gibt. Wer trotzdem selbst fahren möchte, könne die Parkhäuser am Hallplatz und am Schloss nutzen – zum verbilligten Stadtfesttarif für drei Euro über Nacht. Weitere Parkflächen gibt es unter anderem an der Festhalle und auf dem Festplatz an der Rennwiese.

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