Zweibrücken Ministerpräsidentin Dreyer: Jobs bei Bosch in Homburg sind unverzichtbar für Westpfalz

Sicherte dem Betriebsratsvorsitzenden von Bosch in Homburg, Oliver Simon (rechts), ihre Unterstützung zu: die rheinland-pfälzisc
Sicherte dem Betriebsratsvorsitzenden von Bosch in Homburg, Oliver Simon (rechts), ihre Unterstützung zu: die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die unter der Bedrohung von Fahrverboten und ungeklärter Fragen der Nachrüstung einbrechenden Zulassungszahlen für Autos mit Dieselmotoren belasteten die Mitarbeiter von Bosch in Homburg immer mehr. „Was sich in den ganzen Diskussionen um den Diesel abspielt, ist gelinde gesagt ein Drama“, sagt Malu Dreyer (SPD). Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin verlangte am Dienstag beim Zukunftskongress von Bosch-Gesamtbetriebsrat und IG Metall in Homburg von der Bosch-Geschäftsführung, den Standort durch neue Produkte zukunftssicher zu machen. „Bosch in Homburg ist für die Westpfalz unverzichtbar“, sagte Dreyer. 1700 Westpfälzer arbeiten in den Homburger Werken für Dieseleinspritz-Technik.

Dreyer mit Simon einig



Dreyer wiederholte ihr Angebot, sich auch in Gesprächen mit der Konzernspitze für die noch 4350 Arbeitsplätze und mögliche neue stark zu machen. Mit dem Betriebsratsvorsitzenden Oliver Simon war sie sich einig, dass Bosch in Homburg ein zweites, nicht an der Dieseltechnik hängendes Standbein braucht.
Am Rande des Zukunftskongresses wurde bekannt, dass Bosch erwägt, drei Bauteile zur Steuerung von Brennstoffzellen des Wasserstoffantriebs in Homburg anzusiedeln. Aus Teilnehmerkreisen wurde das begrüßt, verbunden allerdings mit der Einschätzung, dass dies nicht die Anzahl wegfallender Arbeitsplätze in den Dieselwerken wettmachen könne. Auch dürfe der Technologiewechsel nicht durch verlangte Zugeständnisse von den Arbeitnehmern erkauft werden.

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