Tischtennis
Meister TTC Saalstadt bereitet sich auf schwere Bezirksliga-Saison vor
Auch vor der abgelaufenen Tischtennis-Runde sah man sich in Saalstadt nicht als Titelaspirant. Der Abgang von Jens Vollmer zum TTC Mittelbach sorgte im Verein für sportliche Sorgen, da ein echter Spitzenspieler fehlte. Doch Saalstadt holte einige Akteure an Bord, unter anderem die in Wallhalben wohnende Karin Bißbort, eine der beste Damen-Spielerinnen der vergangenen Jahre.
„Unser Saisonziel 2022 war, unter die ersten vier Mannschaften, zusammen mit Käshofen, Walshausen und Höhfröschen, zu kommen“, sagt Mannschaftskapitän Harald Kiefer rückblickend. Aber: In Saalstadt überraschten sie sich dann ein Stück weit selbst. In der Bezirksklasse West nahm die TTC-Truppe souverän den ersten Platz ein, gewann alle acht Saisonspiele. Es waren nur acht Partien, weil die Liga nicht in der Sollstärke von zehn Mannschaften starten konnte. Hinzu kam, dass der Pfälzische Tischtennis-Verband im Februar entschied, dass wegen der Corona -Folgen nur eine Einfachrunde gespielt werden soll.
Absteiger Rieschweiler stellt TTC fast ein Bein
Viele Begegnungen gewannen die Saalstadter in dieser Saison auffallend deutlich mit 9:0 oder 9:1, damit war angesichts der starken Konkurrenz aus Käshofen oder Walshausen nicht zu rechnen. „Das schwerste Spiel der Runde war das gegen Rieschweiler, das konnten wir mit 9:7 gewinnen“, erklärt Kiefer, dass gerade der punktlose Tabellenletzte den turmhoch überlegenen Saalstadtern fast den Zahn gezogen hätte. „In fast kompletter Aufstellung der Rieschweilerer mussten wir bis zum Schlussdoppel bangen. Völlig unverständlich, dass die sehr gut spielenden Rieschweilerer mit dieser Mannschaft Letzter wurden und in die Kreisliga abstiegen“, rätselt Kiefer. Zwar lag Saalstadt früh mit 5:2 in Führung, hatte aber Probleme, das Spiel für sich zu entscheiden. Selbst im Abschlussdoppel musste Kiefers Team noch in den Entscheidungssatz. Entscheidend waren in der Partie letztlich, dass Gerd und Harald Kiefer im mittleren Paarkreuz doppelt punkteten.
„Bester Spieler der Corona-Saison 2021/22 war eindeutig Gerd Kiefer mit zehn gewonnenen Spielen“, lobt Harald Kiefer seinen Teamkollegen. Christian Bohm gewann mit 9:1-Siegen hinter Harald Kiefer die meisten Partien. Auch Klaus Klein (8:1), Gerhard Weis (6:1), aber auch die früher lange Jahre in der Damen-Regionalliga spielende Karin Bißbort gewannen alle sechs Saisoneinzel. Nach dem mit 9:0 für Saalstadt gewerteten Sieg gegen den TTC Höhfröschen war der Aufstieg bereits einen Spieltag vor Saisonende in trockenen Tüchern. Die Meisterschaft wurde aber erst am letzten Spieltag gesichert: Gegen den Titelkonkurrenten aus Walshausen, der dezimiert und ohne Spitzenspieler Stefan Sprau antrat, gewann der TTC souverän mit 9:2.
Neuzugänge herzlich willkommen
Jetzt heißt es: sich vorbereiten auf eine schwere Saison in der Bezirksliga, in der mit dem SV Mörsbach II, dem SV Erlenbrunn und dem SV Ruhbank Teams lauern, die vor der Ligareform lange Jahre gegen die Besten des Bezirks auf dem Leistungsniveau der Bezirksoberliga antreten konnten. „Neuzugänge, egal für welche Mannschaft, sind immer willkommen. Vor allem für die erste Mannschaft in der Bezirksliga nehmen wir Spieler oder Spielerinnen auf, die sich der Herausforderung stellen möchten“, erklärt Kiefer. Das vorläufige Ziel der Saalstadter lautet mit der derzeitigen Mannschaft erst mal Klassenerhalt.