Zweibrücken
Mehrere Autos und ein Wohnhaus durch Feuer zerstört
In der Nacht zum Samstag wurde die Feuerwehr Zweibrücken gegen 0.26 Uhr zum Einsatzort alarmiert. Das Wohnhaus in der Sackgasse stand zu diesem Zeitpunkt fast in Vollbrand, auch vor dem Haus abgestellte Autos brannten lichterloh, als die ersten Feuerwehrleute nur acht Minuten nach der Alarmierung am Brandort eintrafen.
Eine Person wurde von Passanten beim Eintreffen der Feuerwehr mit Hilfe einer Leiter aus dem Vordergebäude des Anwesens, das sich bis in die Alte Ixheimer Straße erstreckt, gerettet. Im Gebäude brannten zu der Zeit bereits der Dachstuhl, ein Zimmer im Erdgeschoß und ein Zimmer im Obergeschoss. Des Weiteren brannten drei vor dem Haus abgestellte Autos, was den Einsatz der Feuerwehr erschwerte. Durch massiven Einsatz konnte die Feuerwehr verhindern, dass die Flammen komplett auf ein benachbartes Gebäude übergreifen. Der Schaden am Nachbargebäude ist somit gering. „Es war abzusehen, dass mehrere Hubrettungsfahrzeuge gebraucht werden. Deshalb haben wir zusätzlich die Feuerwehr der Stadt Hornbach sowie die Einheit der Triwo-Flughafenfeuerwehr alarmiert“, sagte Stadtfeuerwehrinspekteur Frank Theisinger am Samstagmorgen nach durchgearbeiteter Nacht. Beide Einheiten entsandten je eine Drehleiter und ein Löschfahrzeug und unterstützen tatkräftig die Löscharbeiten. Somit konnten die Feuerwehren mit vereinten Kräften über zwei Drehleitern und ein Gelenkmastfahrzeug sowohl von oben löschen als auch bei der Nachsuche von Brandnestern aus der Höhe arbeiten. Die Einheit der Feuerwehr Hornbach wurde dann noch zu einem Paralleleinsatz bei einem Unternehmen am Funkturm abkommandiert. Dort hatte die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst. Dieser Einsatz stellte sich jedoch als Fehlalarmierung heraus. Im weiteren Verlauf stellte dann die Feuerwehr Hornbach den Grundschutz in Zweibrücken sicher, weil alle Zweibrücker Feuerwehrleute am Brandort gebunden waren.
Einsatz bis in die Morgenstunden
Der Gebäude- und die PKW-Brände hatten die Brandschützer um 1.27 Uhr unter Kontrolle. Gegen 3.25 Uhr war der Brand laut Theisinger gelöscht und die Rückbaumaßnahmen konnten beginnen. Im Einsatz waren die Hauptwache der Feuerwehr Zweibrücken mit den Vorortwehren aus Rimschweiler, Mörsbach und Wattweiler, die Feuerwehren der Triwo und der Stadt Hornbach mit insgesamt 60 Angehörigen und 17 Fahrzeugen. Unterstützt wurden diese Kräfte vom Rettungsdienst, der Polizei und dem Rettungswagen des Katastrophenschutzes. Zwei Personen kamen mit Rauchgasvergiftung ins St. Elisabeth-Krankenhaus. Der Sachschaden wird auf ca. 400 000 Euro geschätzt. Das Haus mit mehreren Wohnungen ist nicht mehr bewohnbar. Der Einsatz war erst am Samstagmorgen um 5.15 Uhr beendet. Die Brandursache ist noch unklar. Laut Feuerwehr entstand der Brand zwischen dem Haus und den abgestellten Fahrzeuge und griff dann auf die Außenwand des Hauses über. Dies lässt Brandstiftung vermuten. Allerdings ermittelt die Polizei in alle Richtungen.