Zweibrücken Mehr Tore statt Komplimente
«ZWEIBRÜCKEN.» Der TSC Zweibrücken hat die vergangene Runde in der Landesliga zwar mit einer 0:2-Heimpleite gegen den TuS Hohenecken abgeschlossen, die Spielzeit 2016/17 verlief aber erfolgreich. Der Sportclub belegte nach 30 Spieltagen den fünften Tabellenplatz, an diesem Rang orientiert man sich am Wattweiler Berg für die neue Saison. Ziel ist erneut ein einstelliger Tabellenplatz, Trainer Sanel Nuhic wäre mit einer Wiederholung einverstanden: „Wenn das gelingt, sind wir zufrieden.“
Der TSC Zweibrücken machte seinen Coach nicht die ganze Runde über glücklich. Vom zwölften bis 17. Spieltag gingen fünf von sechs Spielen verloren, dazu zählte ein 2:4 gegen Lokalrivale VB Zweibrücken. Da schon die Hinrundenpartie gegen die Bewegungsspieler am ersten Spieltag eine Pleite war (1:2), könnte man ein kleines Trauma unterstellen. Sanel Nuhic weist das mit Blick auf die beiden Landesliga-Derbys der neuen Saison zurück. „Das sind einfach Spiele, die auf uns zukommen und die gespielt werden müssen“, findet er. Im Grunde kann seine Mannschaft ganz locker an die Sache rangehen. „Denn schlechter als in der abgelaufenen Saison kann’s gegen die VB ja nicht werden.“ Dass sich seine Truppe über weite Strecken der Saison hinter der Spitzengruppe gehalten hat, gefällt dem Sportclub-Trainer natürlich – am zehnten und elften Spieltag belegte die Nuhic-Elf sogar den zweiten Tabellenplatz. „Diesmal ist die Liga schwieriger einzuschätzen“, meint er. Der SV Steinwenden werde sicher ein Wörtchen um Titel und Aufstieg mitreden. Dazu muss der SVS aber eine konstantere Runde spielen. Der Spitzenreiter der vergangenen Hinrunde schmierte im zweiten Saisonabschnitt regelrecht ab und belegte am Ende den vierten Platz – mit zwei Punkten Vorsprung auf den TSC. Auch den VfB Reichenbach hat Nuhic auf der Rechnung, dem Meister der Bezirksliga Westpfalz traut er eine gute Saison zu. Und den Klassenprimus der Bezirksliga Nahe kennt Nuhic noch aus der Aufstiegsrunde von vor zwei Jahren: „Karadeniz Bad Kreuznach wird wieder ein unbequemer Gegner.“ Der TSC Zweibrücken wolle von Anfang an Gas geben. Dass Dennis Gerlinger nach seiner schweren Verletzung wieder voll einsatzfähig ist, sei ein Viertel der Miete. Auch die Rückkehr von Yunus Emre Göz vom SV Beeden an den Wattweiler Berg soll sich positiv bemerkbar machen. „Wobei uns die anderen Zugänge genauso wichtig sind“, erklärt Nuhic. Den Wechsel des antrittsschnellen Diego Santto-Enache zu jenem SV Beeden nennt der TSC-Trainer „menschlich einen Verlust“, sportlich reiße der Weggang nicht wirklich eine Lücke. Erstens kann der breitere Kader den Abgang auffangen, zweitens habe man sich in der vergangenen Runde von Enache doch mehr versprochen. „Es waren immer wieder gute Aktionen zu sehen. Insgesamt hat er aber nicht das gebracht, was von ihm erwartet wurde“, so Nuhic. Der junge Spieler solle sich jetzt in Beeden zurechtfinden und weiterentwickeln. Möglicherweise kehre er ja mal an den Wattweiler Berg zurück. Sanel Nuhic spricht das Manko seiner Mannschaft der vergangenen Spielzeit an: die Chancenverwertung. Auch von gegnerischer Seite habe es regelmäßig Komplimente für die Spielweise gegeben. Dafür alleine konnte sich das TSC-Team aber nichts kaufen. „Wir arbeiten im Training daran“, erklärt der Coach und stellt grundsätzlich fest: „Viel schlimmer wäre es gewesen, wenn wir uns gar keine Chancen herausgespielt hätten.“ Dass die Mannschaft in den meisten Spielen zu reichlich Möglichkeiten kam, spreche ja für sie und ihre fußballerische Qualität. Die Klasse, das Team Spielklasse: Landesliga West Vorjahresplatzierung: Fünfter mit 50 Punkten (15 Siege, fünf Unentschieden und zehn Niederlage), 73:51 Tore Spielertrainer: Sanel Nuhic (40), im sechsten Jahr TSC-Trainer, arbeitet als Justizvollzugsbeamter wie Co-Trainer Dennis Gerlinger (27). Veränderungen Zugänge: Mirko Gerlinger und Pascal Julier (beide FV Eppelborn), Marcel Brödel (SV Hermersberg), Janik May (FK Pirmasens), Sascha Klein (SV Hornbach), Yunus Emre Göz (SV Beeden) Abgänge: Diego-Santto Enache (SV Beeden), Thomas Kratz (SV Großsteinhausen), Joffrey Lohmann (unbekannt), Giacomo Papa (Sportinvalide) Kader Tor: Mirko Gerlinger, Merlin Schäfer Abwehr: Nico Brand, Hassan Butt, Marco Gerlinger, Tobias Schön, Denis Sikora, Cüneyt Eren Mittelfeld: Burak Bilaloglu, Ahmed Ben Brahim El Khadem, Janik Gerlinger, Yunus Emre Göz, Pascal Julier, Sergey Littau, Janik May, Rene Müller, Sebastian Schmitt, Mentor Shabani, Jan Tüllner, Matthew Versteeg Angriff: Marcel Brödel, Jan-Patrick Buchheit, Sayfedine El Khadem, Dennis Gerlinger, Sascha Klein, Mirko Tüllner Verein Vorstand: Vorsitzender Wolfgang Schön, Stellvertreter Stephan Heidenreich, Dritter Vorsitzender: Dirk Hofer - Spielleiter: Martin Kozel - Mitglieder: 500.