Zweibrücken
Maximal 75 dürfen ins Schwimmerbecken
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat am Donnerstag lange diskutiert, ob das Freibad öffnet oder geschlossen bleibt. Eine große Mehrheit sprach sich schließlich für eine Öffnung aus. „Das ist mit einem großen Aufwand und sehr hohen zusätzlichen Kosten verbunden“, sagte am Freitag OB Marold Wosnitza bei einem Pressegespräch im Rathaus. „Das hat nichts mehr mit dem Badeerlebnis zu tun, das wir gewohnt sind: kein Planschen, kein Springen, kein Ball spielen.“ Man wolle mit der Öffnung unter anderen den Menschen etwas bieten, die nicht in Urlaub fahren können. Man wolle das Bad zunächst bis zum Ende der Sommerferien öffnen – bei einer Schönwetterperiode und entsprechender Nachfrage auch länger.
Höherer Aufwand, höherer Eintrittspreis
„Das Freibad wird im Zwei-Schicht-Betrieb öffnen“, erklärte Werner Brennemann, Geschäftsführer der Stadtwerke. Zu Jahresbeginn hatte die Stadt das Freibad in die Verantwortung der Werke übergeben. Das Freibad öffnet ab 1. Juli von 10 bis 14 und von 15 bis 19 Uhr für jeweils maximal 300 Badegäste. Um 14 Uhr müssen alle Besucher das Bad verlassen haben, damit es bis 15 Uhr gereinigt und desinfiziert werden kann. Der Eintritt kostet künftig wegen des höheren Aufwandes 3,50 Euro – Jugendliche 2,50 Euro – pro Schicht. Und das Ticket kann – maximal vier Tage vor dem Schwimmbadbesuch – für einen bestimmten Termin ausschließlich online über die Internetseite des Freibades gekauft werden. Die Besucher kommen dann entweder mit dem QR-Code auf dem Mobiltelefon oder dem ausgedruckten Ticket aufs Gelände. Eine Kasse wird es vor Ort nicht geben.
Schwimmen nur im Kreis
Wer den ganzen Tag ins Freibad möchte, muss jeweils ein Ticket bis 14 Uhr und eins für die Zeit nach 15 Uhr lösen. Das macht dann zusammen sieben Euro. Und er muss zwischenzeitlich das Bad zwischen 14 und 15 Uhr verlassen. Das gelöste Ticket wird bei schlechtem Wetter nicht rückerstattet, es sei denn der Betreiber entscheidet, das Freibad nicht zu öffnen. Schon beim Ticketerwerb muss jeder Käufer Angaben zur Person machen, sodass die Daten nicht erst am Freibadeingang erhoben werden müssen.
„Das Planschbecken werden wir öffnen, geschlossen bleiben Volleyball- und Fußballfeld sowie die sonstigen Sportflächen“, erklärte Brennemann. Die Freiflächen würden mit Farbspray markiert, damit die Abstände eingehalten werden. Der Kiosk habe geöffnet, aber es gebe keine Außenbestuhlung. Gekauftes müsse am Liegeplatz verzehrt werden. Duschen und Umkleidekabinen könnten genutzt werden.
Rein wirtschaftlich gesehen, sagte Brennemann, „verursacht jeder Öffnungstag des Freibades für uns zusätzliche Kosten von 1000 Euro“. Man brauche mehr Personal: mehr Schwimmmeister, die das Geschehen in den Becken überwachen, und zwei Security-Leute, die die Liegewiesen und den Eingangsbereich beäugen. In den beiden Becken seien maximal je 75 Personen gleichzeitig erlaubt. Und es sei nur zulässig, im Kreis zu schwimmen.
Das Hallenbad bleibt geschlossen, auch weil man nicht das Personal für zwei Bäder hat, erläuterte Brennemann. Dort dürften sich nach aktuellen Vorgaben lediglich 64 Personen gleichzeitig aufhalten.