Zweibrücken Mannlich-Schüler spenden fast 12.000 Euro für Krankenhäuser in der Ukraine
Eine Spende von 11.700 Euro überreichte die Mannlich-Realschule Plus drei Vertretern des neu gegründeten Vereins Medizinische Krisenhilfe Pirmasens. Das Geld ist der Erlös des Spendenlaufs am Wandertag Anfang März. Es ist dafür bestimmt, medizinische Hilfsmittel und Geräte für Krankenhäuser in der Ukraine zu kaufen und dorthin zu transportieren.
Die Ärzte Patrick Lutz, Viktor Vorobjov und Oleg Lutsenko vom Städtischen Krankenhaus Pirmasens gründeten den Verein vor rund drei Wochen, um Ärztekollegen in der Ukraine zu unterstützen. Lutsenko und Vorobjov stammen aus der Ukraine und sind beide als Chirurgen seit rund drei Jahren in Deutschland. Sie haben enge Kontakte in die Ukraine, auch Verwandtschaft dort, und sie kennen die Nöte und Bedürfnisse der dortigen Kollegen. Im Mehrzwecksaal der Mannlich-Realschule beantworteten sie Fragen der Schüler.
„Wir sind sehr dankbar für die Spende. Sie rettet Leben. Wir hoffen, dass der Krieg bald vorbei ist“, sagte Vorobjov, der aus Charkiv stammt, rund 40 Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Laut Lutz ist die Spende der Mannlich-Realschule die bisher größte Einzelspende an den Verein. Letzterer kauft von dem Geld gezielt Produkte, die die ukrainischen Krankenhäuser anfragen – etwa Vakuumpumpen, Verbandsmaterial oder Medikamente – und transportiert sie an die ukrainische Grenze, wo sie von Partnern übernommen und zum Bestimmungsort gebracht werden.
Schon seit Jahren sammelt die Mannlich-Realschule bei Spendenläufern Geld für den gute Zweck. „Aber so viel hatten wir noch nie. Beim Spendenlauf für Ruanda lagen wir immer so um die 5000 Euro, für das Ahrtal haben wir 8000 Euro zusammenbekommen“, lobte Schulleiter Markus Meier die Laufbereitschaft seiner Schüler und die Großzügigkeit der Eltern, Verwandten und anderen Spender. Laura Hemmer aus der Klasse 10a hatte beim Spendenlauf im März mit 600 Euro die größte Einzelsumme erlaufen. Laut Meier erhöhte sich am Donnerstagmorgen die auf dem Scheck eingetragene Spendensumme spontan um weitere 45 Euro, weil eine Schülerin vergessen hatte, ihre Spende abzugeben.