Rheinpfalz-Sommerredaktion Manchmal lebt der Bürgermeister ganz gerne im Funkloch
„Meine Tochter hat zwei Tage nach mir Geburtstag. Deshalb feiere ich immer nur meine runden“, sagt Björn Bernhard. Dieses Jahr wird es im August wieder einmal so weit sein: Dann steht der 40. Geburtstag des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ins Haus. „Das wird dann schon ein bisschen größer“, erwartet der Jubilar etwa 150 Gäste. „Da kommen auch die Musikfreunde Contwig für einen Auftritt.“ Seine Kollegen aus dem Rathaus und die Bürgermeister aus den Orten der Verbandsgemeinde hat er „zu einem kleinen offiziellen Teil eingeladen“, an den sich hinterher die eigentliche Geburtstagssause mit Angehörigen und Freunden anschließen wird.
Von Haus aus stammt Björn Bernhard aus Bechhofen. „Vor zehn Jahren haben wir nach Dietrichingen gebaut“, erzählt der Bürgermeister. Dass es dort im Dorf „noch nicht mal Handy-Empfang“ gebe, findet er manchmal abends und am Wochenende für sich selbst „eigentlich ganz gut“. Die Schwiegereltern haben in Dietrichingen eine Landwirtschaft; da packt er in der Freizeit ab und zu gerne mal mit an.
Jeden Morgen trotzdem frische Brötchen
Für einen gewissen Mangel an Infrastruktur im Dorf haben die Bernhards eine pragmatische Lösung gefunden. „Meine Frau geht jeden Morgen ab 5 Uhr joggen“, erzählt Björn Bernhard: „Dann dreht sie die Runde bis nach Großsteinhausen oder Hornbach zum Bäcker – zum Frühstück haben wir dann die frischen Brötchen auf dem Tisch.“
Er selbst hat es mit dem Joggen nicht mehr so. „Vor gut drei Jahren hat meine Frau einen Halbmarathon absolviert. Bei dem habe ich auch mitgemacht – ohne mich vorher durch Training darauf vorzubereiten.“ Sein selbstgesetztes Ziel – unter zwei Stunden zu bleiben – hat er damals zwar erreicht. „Allerdings bin ich seitdem nur noch sehr schwer zum Joggen zu motivieren“, gesteht der Verbandsbürgermeister. Seinen sportlichen Ausgleich findet Björn Bernhard stattdessen beim Fußball. Beim SV Großsteinhausen, wo er inzwischen ja eigentlich bei den Alten Herren auflaufen sollte, hat er in jüngster Zeit sämtliche Ligaspiele der Zweiten Mannschaft mitgemacht – bei den Aktiven also.
Zum Urlaub ins Ötztal – diesmal im Sommer
Und der Hauptberuf? „Ich war die ganze Zeit ja vor allem der Corona-Bürgermeister“, blickt der Wahl-Dietrichinger auf die Herausforderungen der vergangenen beiden Jahre zurück. „Zum Glück geht es mit den Festivitäten jetzt wieder los; endlich kommen wir wieder unter die Leute.“ Ein bisschen Urlaub steht für die Familie Bernhard dieses Jahr auch noch im Terminkalender. „Wir fahren nach Kühtai im Ötztal. Dort waren wir sonst meist im Winter; im Sommer haben dort nur ein Hotel und eine Pension auf. Aber inzwischen kennen wir die Hüttenwirtin dort ziemlich gut – da gehen wir mal gucken, was in Kühtai im Sommer so los ist.“