Meine Meinung
Man kann doch nicht auf beiden Straßen ins Saarland gleichzeitig Baustellen einrichten
Kaum sind die Bauarbeiten an der Stadtautobahn beendet, wird eine neue aufgemacht. Und die neue wird den Verkehrsfluss auf der Autobahn sehr lange bremsen: Genau zwei Jahre soll die Baustelle bestehen. In beiden Richtungen geht’s dann nur noch einspurig durch Zweibrücken.
Keine schönen Aussichten, zumal die Baustelle bei Ixheim auch quälend lange bestand und zuvor die bei Einöd und Ernstweiler. Für die Autobahn 8 gilt zumindest zwischen Kirkel und Contwig: öfter Baustelle als keine.
Der Grund dieses Mal: Eine Lärmschutzwand wird gebaut. Ich habe an dieser Stelle mehrfach davor gewarnt, mitten durch die Stadt, am Schwarzbach entlang dieses Ungetüm zu errichten. Es wird die Stadt zerschneiden und sich nicht sanft in die Landschaft einfügen. Es gibt heutzutage sanftere und optisch ansprechendere Möglichkeiten, Lärmdämpfung und Naturschutz unter einen Hut zu bringen. Aber die Mehrheit wollte es so. Und Mehrheitsentscheidungen sind natürlich zu akzeptieren.
Den Zeitplan hingegen muss man nicht akzeptieren. Wer einmal zum Schichtwechsel bei Tadano und John Deere von Westen her in Richtung Stadtmitte fuhr, der weiß: In der Homburger Straße kommt man nicht voran. Da wird seit Monaten am Kanal gewerkelt. Der Wagen steht mehr als er rollt. Als schnellere Umfahrung diente bisher die Autobahn, auch wenn’s ein Umweg war: Bei Einöd drauf, in Bubenhausen oder in Stadtmitte runter. Damit ist’s nun vorbei: Denn ab Einöd steht man auch auf der Autobahn. Da hätte man mit der Autobahnbaustelle wirklich warten können, bis die Homburger Straße wieder baustellenfrei ist.
Beide Zufahrtsstraßen von Westen her verengen: Das zeugt nicht von durchdachtem Vorgehen.