Zweibrücken Mal eben als Ausrichter eingesprungen

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Contwig. Prellball ist zwar ein altes Spiel der Turner, es spielen aber auch viele junge Leute. Heute kommen 51 Nachwuchsmannschaften aus Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Rheinland-Pfalz nach Contwig. Sie spielen in der IGS-Sporthalle von 10 bis 17 Uhr um die 38. süddeutsche Meisterschaft. Ausrichter ist der TV Rieschweiler, der vier eigene Teams ins Rennen schickt.

Ihr kennt sicher Fußball, Handball, Eishockey oder Tischtennis. Aber wisst ihr auch, wie Prellball funktioniert? Ich erklär’ es euch: Meistens wird Prellball in der Halle gespielt – auch heute in Contwig. Im Sommer kann man das aber auch draußen auf einem Rasenplatz spielen. Eine Mannschaft besteht aus vier Spielern. Die dürfen den Ball dreimal in ihrer Spielhälfte aufprellen, bevor sie ihn über das Netz zum Gegner spielen müssen. Das Netz ist 40 Zentimeter hoch – so lang ist ungefähr der Unterarm eures Papas. Wenn der Gegner den Ball nicht erreicht, gibt es einen Punkt. Die Spieldauer ist zweimal zehn Minuten, das Spielfeld ist acht Meter lang und acht Meter breit. Vier solcher Spielfelder gibt es heute in der Sporthalle der Integrierten Gesamtschule in Contwig. 21 Mannschaften streiten sich dabei in 51 Spielen um den Titel des süddeutschen Meisters. Die ersten Vier jeder Altersklasse dürfen dann auch bei der deutschen Meisterschaft (DM) am 9./10. April in Waiblingen mitmachen. Bei der weiblichen Jugend (15 bis 18 Jahre) ist das einfach: Da sind neben dem TV Rieschweiler nur noch drei Mannschaften am Start. Also dürfen alle sowieso zur DM fahren. „Das ist gut für uns“, sagt Manfred Hettrich, der beim TV Rieschweiler die Abteilung der Prellballer führt. Denn die Rieschweiler Mädchen können am Wochenende nur zu dritt antreten. Die Spielerinnen von Trainerin Michelle Kaltenbrenner hätten es daher schwer gehabt, sich zu qualifizieren. Die Rieschweiler Jungs von Trainer Marcus Weber bei der männlichen Jugend (15 bis 18 Jahre) sind dagegen Favorit. Das ist ein ganz heißer Anwärter auf den Titel. Teilweise sind diese Spieler schon in der zweiten Bundesliga-Mannschaft der Rieschweilerer zum Einsatz gekommen. Sie sind seit fünf Jahren auf regionaler Ebene ungeschlagen; schärfste Gegner sind der VfL Waiblingen und der TSV Wuchzenhofen. In der Schülerklasse (elf bis 14 Jahre) treten bei Jungen und Mädchen je sechs Mannschaften gegeneinander an. Die Schülerinnen aus Rieschweiler wollen den zweiten Platz aus dem Vorjahr verteidigen und mit Trainerin Kaltenbrenner wieder zu den deutschen Meisterschaften fahren. Für die männlichen Schüler (Trainer: Lena Hettrich), bei denen der erkrankte Tristan Weber fehlt, wird das sehr viel schwieriger. Wie Manfred Hettrich sagt, sind heute etwa 40 Helfer des TV Rieschweiler im Einsatz – vom Aufbau bis zum Essen- und Getränkeverkauf. Zum zweiten Mal nach 2013 richtet der Verein die süddeutschen Meisterschaften aus. „Weil das keiner machen wollte, sind wir eingesprungen“, erklärt er. Das sei immer noch billiger, als wenn die Rieschweiler Mannschaften irgendwohin hätten fahren und übernachten müssen. Und auch trotz der rund 200 T-Shirts, die der Verein für alle Teilnehmer heute bestellt hat. (sai) Die TVR-Mannschaften Männliche Jugend: Danilo Utess, Kilian Dausmann, Jonas Burkhardt, Leo Hettrich, Laurin Weber, Dietrich Beck, Niklas Speer, Felix Lemcke, Niklas Resch Weibliche Jugend: Lea Mangold, Celine Schuck, Sara Sties Schüler: Florian Sties, Marvin Burkhardt, Simon Becker, Henrik Speer, Torben Freyler Schülerinnen: Alena Borne, Chiara Weidler, Pauline Bößhar, Irmlind Beck. (sai)

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