Tischtennis
Magische Grenze in der Halle sind 40 Quadratmeter pro Spieler
Während in Düsseldorf Profis die x-te Auflage eines Master-Turniers austragen, dass bereits in verschiedensten Austragungsvarianten ausgespielt wird, dürfen auch die Amateure so langsam wieder mit den Hufen scharren. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die im Landkreis Südwestpfalz stabil unter 100 ist und auch in der Stadt Zweibrücken seit vergangener Woche diese Grenze wieder unterschritten hat, zeigt, dass es bald wieder an die Platten gehen kann. Die kontaktfreie Sportausübung ist wieder möglich; das gilt sogar für Bereiche des Fußballtrainings, bei dem Abstand gehalten werden kann. Hallensport ist im Rahmen der Kontaktbeschränkung möglich, wenn Abstand eingehalten und die Begrenzung von einer Person pro 40 Quadratmeter nicht überschritten wird. Außerdem ist für maximal 20 Kinder Sport auch ohne Abstand möglich, so der Plan für mögliche weitere Öffnungsschritte des Landes. Das heißt letztlich auch, dass wieder aufgeschlagen werden darf.
Training meist zu siebt oder zu acht möglich
Dass die Größe einer Halle dafür, ob und wie gespielt werden darf, mal eine entscheidende Rolle spielt, hätte wohl keiner gedacht. Im vergangenen Jahr war die Grenze vor dem „Weihnachts-Lockdown“ noch bei zehn Quadratmetern pro Person in der Halle. Jetzt sind 40 Quadratmeter die entscheidende Zahl, die ein Spieler bei entsprechender Inzidenz zur Verfügung gestellt bekommen muss.
Etwa zehn Meter in der Breite und 30 Meter in der Länge sind die Heimspielstätten der meisten Klubs im Tischtennisbezirk Westpfalz Süd, die in Schulsporthallen spielen. Ähnlich groß sind die Hallen der Stadtvereine wie die der VT Zweibrücken, BTTF Zweibrücken, des SV Mörsbach, TTC Niederauerbach, TTC Mittelbach und TV Ixheim. Das heißt, dass die Regel mit 40 Quadratmetern abhängig von kleinen Unterschieden in den Hallen sieben oder acht Trainingsteilnehmer zulässt. Besagte Zweibrücker Vereine hätten also die Möglichkeit, schon jetzt ein Training anzubieten, an dem sich eine Vielzahl von Vereinsmitglieder beteiligen kann. Doch mitspielen müssen auch die Hallenträger.
Alternativen: Schichtbetrieb und erweiterte Trainingszeiten
Ganz eng wird es aber teils im Landkreis Zweibrücken-Land. In Käshofen und Walshausen lässt auch die neue Regelung der Landesregierung Tischtennisspielen kaum zu. Denn die Hallen sind derart klein, dass es schon mit einer dritten oder gar vierten Person unheimlich eng wird. Käshofen könnte möglicherweise in die große Halle nach Bechhofen flüchten, in Walshausen bleibt nur Zweier-Training. Schichtbetrieb und erweitere Trainingszeiten könnten hier eine Lösung sein.
„Die Zeichen stehen gut“ überschreibt der Präsident des Pfälzischen Tischtennis-Verbandes (PTTV), Heiner Kronemayer, eine Bekanntmachung an die pfälzischen Vereine. Der Präsident des Pfalzverbandes ist guter Hoffnung, zumindest ab August oder September (wenn auch mit Einschränkungen) in die neue Saison zu starten. Doch auch jetzt scheint schon einiges möglich zu sein. „Schaut euch die gültigen Verordnungen an, passt eventuell euer Hygienekonzept an. Und werdet bei euren Kommunen und Hallenbetreibern so früh wie möglich vorstellig, um euren Trainings- und späteren Spielbetrieb aufnehmen zu können. Macht den verantwortlichen Stellen klar, dass unser Sport kein Kontaktsport ist und ihr Möglichkeiten habt, unseren Sport für alle Beteiligten sicher auszuüben“, teilt Kronemayer weiter mit.
DTTB regt Impfung von Personen in der Jugendverbandsarbeit an
Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) pflichtet dem Pfalz-Präsident da bei. Der Dachverband verweist vor allem auf ein mögliches Impfangebot für Engagierte in der Jugendverbandsarbeit. „Ob ein solches Impfangebot auch die Jugendverbandsarbeit – und damit die Jugendabteilungen im Sport – umfassen kann, ist eine Frage der örtlichen Auslegung“, teilt Arne Klindt, Vizepräsident Sportentwicklung des DTTB, mit. Die Vereine sind laut Klindt mit den Testpflichten und dem Umsetzen eigener Corona-Tests teils überfordert. „Soweit vor Ort durchsetzbar, sollten deshalb die Testpflichten vorrangig durch andere Institutionen wie beispielsweise Schulen und Betriebe abgedeckt werden, die die jeweilige Zielgruppe sowieso regelmäßig aufsucht“, findet der DTTB-Funktionär.