Abseits RHEINPFALZ Plus Artikel Müller-Lampenfieber bei seiner Kommentatoren-Premiere

Jerome Müller (Mitte, links Jürgen Stalter, rechts Stefan Krug), Bundesliga-Handballer des TVB Stuttgart, feierte am Samstag sei
Jerome Müller (Mitte, links Jürgen Stalter, rechts Stefan Krug), Bundesliga-Handballer des TVB Stuttgart, feierte am Samstag seine Premiere als TV-Kommentator in der Westpfalzhalle bei seinem Ex-Verein SV 64.

Rollentausch für Erstliga-Handballer Jerome Müller: Der Rückraumspieler des TVB Stuttgart steht normalerweise auf dem Handballfeld, und Kommentatoren beurteilen bei TV-Übertragungen seine Leistung. Am Samstag saß der Spieler selbst auf dem Kommentatorenplatz in der Westpfalzhalle. Auf dem Feld standen seine früheren Teamkollegen des SV 64 Zweibrücken. Als Experte kommentierte der 25-Jährige gemeinsam mit Jürgen Stalter die Drittliga-Partie des SV 64 gegen den HSC Coburg II bei Sportdeutschland-TV. „Ich war vorher echt nervös“, verriet Müller, dass er das berüchtigte Lampenfieber spürte. Das habe sich während der Übertragung aber schnell gelegt.

Unvorbereitet war er seinen Job nicht angegangen: „Ich habe vorher mal im Internet recherchiert, was so die Phrasen sind, die gerne benutzt werden“, verriet er lachend. Für den Notfall, ergänzte er. Schaue er sich im Nachgang Spiele von sich selbst an, dann ohne Ton, rein auf den Spielablauf fokussiert. Mal ein Spiel des SV 64 kommentieren zu können, sei sein Wunsch gewesen. „Das hat mich interessiert, ich hatte wirklich Lust dazu“, erzählte er. Am Samstag bot sich die Gelegenheit. Stuttgart war spielfrei, Müller konnte kommen.

Insider-Wissen behält er für sich

Die erste Halbzeit zu kommentieren, sei etwas schwieriger gewesen. Nicht nur, weil es die Premiere war, sondern weil der SV nicht so spielte, wie sich das die Fans und der Kommentator gewünscht hätten. „Die zweite Halbzeit hat dann deutlich mehr Spaß gemacht“, sagte der Fachkommentator zu seinem Premieren-Spiel. Insiderwissen behielt der SV-Kenner für sich. Geheimnisse aus der Kabine „habe ich natürlich nicht verraten“, sagte er lachend.

Jetzt konzentriert er sich wieder auf seinen Hauptjob: Tore werfen für Stuttgart. Nach dem Sieg gegen den HC Erlangen soll am Donnerstag gegen Balingen/Weilstetten erneut doppelt gepunktet werden. „Für uns wäre das ein Riesenschritt Richtung Klassenverbleib“, hofft Müller nach erfolgreicher Kommentatoren-Premiere auf eine starke Rückkehr aufs Spielfeld.

Ixheimer Delikatessen auf dem Feld und vom Grill

Gut gelaunt war man beim SV Ixheim nach der C-Klasse-Spitzenpartie gegen Tabellenführer FC Kleinsteinhausen. Denn der 4:1-Heimsieg schmeckte dem SVI besonders gut. „Wir hatten sie schon im Griff. Klar, bekommen wir kurz vor der Pause noch ein ziemlich blödes Gegentor“, sagt der SVI-Vorsitzende Sascha Grimm. Eine besondere Delikatesse war der Sieg auch deshalb, weil die TSG Mittelbach-Hengstbach ihrerseits beim 1:1 im Heimspiel gegen die SG Wallhalben/Mittelbrunn Punkte liegen ließ. „Wir sind jetzt schon auf Kurs, haben drei Punkte Vorsprung“, meinte Grimm, der sich dem Ziel B-Klasse nahe wähnt.

Dass der Sieg im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft war, lag aber nicht nur am Ergebnis. „Wir sitzen gerade schön zusammen und feiern unseren Sieg“, sagte Grimm und verwies dabei auf den neuen Gasgrill, der kürzlich angeschafft und nun eingeweiht wurde. „Das ist jetzt ein richtig schönes Sieger-Grillen. Das können wir bei dem Wetter auch genießen“, ergänzte der Vereinschef. Ob aus der Sieger-Wurst auch Sieger-Bier bei der Aufstiegsfeier wird, bleibt jedoch offen. Denn so komfortabel sich der Verein jetzt mit dem Gasgrill für das Team eingerichtet hat: Der Vorsprung von nur drei Zählern auf die Mittelbacher lässt die Planung für eine Meisterfeier noch nicht zu.

Riedelberger Damen sportlich fair zum Klassenverbleib

Die Damen des TTC Riedelberg haben am Wochenende in der Tischtennis-Oberliga Südwest zweimal unentschieden gespielt. Kein Grund zu überschäumendem Jubel. Doch der Klassenerhalt ist abermals gesichert, auch der Aufstiegs-Relegationsrang ist noch nicht ganz außer Sicht.

Der TTC Riedelberg, der sich lange Zeit im Abstiegskampf befand, trat immer in bestmöglicher Besetzung an – und machte das seltsame Spiel vieler anderer Teams nicht mit. Die traten teils dezimiert oder eben gar nicht mehr an. So siegten plötzlich auch Mannschaften aus dem Tabellenkeller mal gegen den Spitzenreiter.

Möglicherweise ist das eine weitere Blüte der Corona-Pandemie, denn der Deutsche Tischtennis-Bund lässt in der Oberliga Südwest, anders als in der Vergangenheit, ein solches Verhalten straffrei ausgehen. Schade, weil so ein echter sportlicher Wettbewerb ausbleibt.

Schnee: Dreimal ist der Platz unbespielbar

Der April macht, was er will, lautet eine altbekannte Wetterregel. Das war auch am Wochenende der Fall. Weil der launische Frühlingsmonat Schnee über die Südwestpfalz geschickt hatte, fielen tatsächlich drei Begegnungen auf der Sickingerhöhe der Witterung zum Opfer. Weder bei Weselberg II (gegen Hornbach) noch in Wiesbach, wo die SG Knopp/Wiesbach gegen die SG Pirmasens antreten sollte, noch in Battweiler (gegen Höhmühlbach) waren die Platzverhältnisse wegen des wohl letzten Wintereinbruchs dieser Saison fußballtauglich gewesen. Nun werden die Partien am Ostermontag nachgeholt, informiert Klassenleiter Mathias Belzer. Und Corona-Ausfälle? Das sei im Moment nicht das große Thema im Fußballkreis Pirmasens/Zweibrücken, sagt dessen Vorsitzender Reiner Ehrgott.

Eine gute Woche ohne Schnee und mit schönem Wetter für den Gasgrill wünschen

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