Zweibrücken Lieblinge, Fundsachen und neue Abenteuer

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Nicole Treubel hat das Programm für ihr kleines Pirmasenser Kulturcafé „Pünktchen und Anton“ bereits bis in den April nächsten Jahres stehen. Das Publikum darf sich bei den vorerst mehr als ein Dutzend Veranstaltungen auf ein Wiedersehen mit guten Bekannten wie den „Lothringern“ oder Henrik Geidt, aber auch auf künstlerische Entdeckungen freuen, für die die Veranstalterin bislang noch immer ein gutes Händchen hatte.

Den Auftakt nach der Sommerpause macht morgen ab 20 Uhr der stille Ableger der Niederstrom-Session als Parksong Spezial Station im „Pünktchen und Anton“. Wer auftreten wird, steht erst kurz vor der Veranstaltung fest. Der Eintritt ist frei, die Künstler lassen. Am Freitag, 25. September, gibt es ein Wiederhören mit den Musik-Satirikern Die Nachtigallen, die im Januar 2011 in dem Café in der Winzler Straße aufgetreten sind. Bei Martin Haaß (Gitarre, Gesang, Bass), Jutta Werbelow (Schlagzeug, Gesang, Bass) und Rolf Schaude (Gitarre, Gesang, Bass) hat man es mit drei ernsthaften, jedoch mit schalkhaftem Humor gesegneten Musikanten zu tun, die ganz genau wissen, wie viel Substanz in den Vorlagen wie der Modern-Talking-Nummer „You’re My Heart, You’re My Soul“, bei Nirvanas „Smells Like Teenspirit“, dem „Mystery Train“ von Elvis, „Let’s Go Crazy“ von Prince oder „Angel“ von Jimi Hendrix verborgen ist. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Eintritt: 15 Euro. Das „Pünktchen und Anton“ beteiligt sich am 2. Oktober mit der in Lagos geborenen und in Zweibrücken lebenden Sängerin Efe an der „Pirmasenser Kneipenkultour“. Efe hat schon mit neun Jahren angefangen, im Kirchenchor zu singen. Bald wurde ihre Stimme auch außerhalb der Kirchen bekannt. Ende 2009 ging sie nach Berlin, sang mit bekannten Musikern aus der Jazz-Szene. Seit Oktober 2011 wohnt Efe nun in Zweibrücken und pflegt ihre Gabe, Jazz, Rock, Blues und Reggae überzeugend darzubieten. „Ihre tiefe Religiosität spürt man, wenn sie mit ihrer unvergleichlichen Stimme ihre Gospels singt“, wirbt Nicole Treubel für die Sängerin. Eintritt: zehn Euro. „Lass uns Freunde bleiben“ heißt am Freitag, 16. Oktober, das Programm von und mit Rena Schwarz. Die gebürtige Bielefelderin ist Schauspielerin und gehörte zum Ensemble von Urban Priols Theater in Aschaffenburg, wo Rena Schwarz lebt. Bei ihrem Programm geht es um Trennungen und die damit verbundenen komischen Implikationen: „Trennungen waren noch nie so lustig“, verspricht sie. Eintritt: 15 Euro. Am Freitag, 30. Oktober, kommt mit Eric Guilleton ein Chansonnier, der seine Karriere 1983 auf den kleinen Bühnen von Paris und Dauphiné begonnen hat. Sein Chanson „Les enfants du Sahel“ bekam internationale Schallplattenpreise. Guilleton beteiligte sich an deutsch-französischen Schallplatten-Projekten und sang für François Mitterrand und Helmut Kohl in Berlin beim Festival „Europäische Kulturhauptstadt Berlin“. Eintritt: 13 Euro. Am 13. November bleibt es mit der Sängerin Astrid Barth und dem Gitarristen Philipp Roemer beim Chanson. Allerdings nennt das Duo seine Lieder „Groove Chansons“. „Nach über zehn Jahren auf den Bühnen der Republik haben Barth und Roemer ihre Schublade gefunden, auch wenn sie diese erst selbst zimmern mussten“, sagt Nicole Treubel. „Auf dem Programm steht Eigenes in deutscher Sprache, gänsehaut-treibend und hitverdächtig.“ Eintritt: 13 Euro. Am Freitag, 4. Dezember, steht mit dem Duo Invisible Penguins der Wetterhahn Richtung Indie-Chanson-Pop, kräftig beeinflusst von Norah Jones, Katie Melua und den Eurythmics. 2010 begründeten die Sängerin Sabeen und der Gitarrist Martin Knoch in Karlsruhe ihre musikalische Kollaboration als „unsichtbare Pinguine“. Eintritt: 13 Euro. Am Freitag, 15. Januar, heißt es „Fliegen mit dir“. Lucy van Kuhl, vielen bekannt als die Pianistin Chardonnay vom Chanson-Kabarett-Duo „Crémant & Chardonnay“ und als treue langbeinige Schönheit von Comedy-Autor Tim Boltz in dessen Programm „Rüden haben kurze Beine“, kommt dem Publikum nun solo entgegen. „Lucy van Kuhl verbindet exzellentes Klavierspiel mit kabarettistischem Gesang und begleitet sich an der eigentlich lustigen Ukulele zwischendurch auch mal bei ernsten Liedern“, sagt Nicole Treubel über die Künstlerin. In Wort und Musik kommentiert Lucy van Kuhl typische Alltagssituationen, Menschliches und Absurdes. Dabei erzählt sie unter anderem von Konzertreisen mit der Deutschen Bahn, Erlebnissen auf Kreuzfahrtschiffen und menschlichen Eigenheiten – messerscharf beobachtet und auf liebevolle Art seziert. Eintritt: 15 Euro. Am Freitag, 29. Januar, kommen „Pünktchen und Anton“-Künstler der ersten Stunde zurück. Die Franzosen gehen nun als Die Lothringer nach personellen Umbesetzungen in eine neue Charme-Offensive. Die Herren sind Michel Uhring (Sänger und Entertainer), Vincenzo Carduccio (Akkordeonist) sowie Bertrand Le Guillou (Gitarrist) und Jörg Jenner (Bass). Mal traditionell, mal im Bossa Nova- oder Jazzstil, von Akkordeon, Gitarre und Kontrabass umspielt, präsentieren sie ihre Mundarttexte mit einer grenzüberschreitenden Note. Ganz egal, ob parliert, diskutiert, gebabbelt oder geredet wird, die vier Jungs sorgen mit ihrem neuen Programm ,Salut ihre Liewe Litt’ für gute Laune“, verspricht Treubel. Eintritt: 18 Euro. Am Freitag, 26. Februar, kommt mit dem Henrik Geidt Duo eine Entdeckung von Treubel zurück. Henrik Geidt war bis zu seinem Konzert im Januar 2015 in der Region beinahe unbekannt. Völlig unverdient, denn der Komponist, Sänger und Pianist aus dem Saarland spielt in jeder Beziehung auf dem Niveau der ersten Liga seiner Zunft. Jörg Jenner (Bass) ist den Konzertgängern bereits von den Konzerten der Schoenen ein Begriff. Im Duo-Programm „Beziehungsweisen“ werden Lieder über menschlich allzumenschliche Beziehungen, die uns den Alltag versüßen, präsentiert. Eintritt: 15 Euro. Am Freitag, 18. März, kommen Marina und Max, alias Mama. Max Jeschek (Gitarre, Gesang, Looper) und Marina Wörner (Gesang, Akkordeon, Kazoo) sind zum ersten Mal in Pirmasens. Treubel: „Selten hat ein Duo eine solch sprühende Energie und musikalische Qualität auf die Bühne gebracht wie Mama. Die trauen sich was. Sie loten aus, sie stürmen los, sie tauchen ein, und sie nehmen ihre Zuhörer mit. Packende Songs, ergreifend und abgefahren wunderbar.“ Eintritt: 15 Euro. Am 8. April will das Paul und Simpson Project das Publikum von sich überzeugen. Bernd Paul (Gitarre) und Jennifer Simpson (Gesang) verstehen es glanzvoll, mit minimalistischer Besetzung ihre Eigenkompositionen und interessante Songinterpretationen aus den Bereichen Blues und Akustik-Folk/Rock einfühlsam und doch voller Dynamik zu präsentieren. „Abwechselnd mit perkussiven Elementen, virtuos akzentuierten Gitarrenarrangements, groovigem Bassdrumsound und einer zweiten Gesangsstimme vermitteln sie das Gefühl, eines ganzen Orchesters“, so Nicole Treubel. Eintritt: 15 Euro. Infos Die Veranstaltungen im „Pünktchen und Anton“ finden freitags statt, Einlass ist um 19 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Um Reservierung wird gebeten: Telefon 0173/6644299, E-Mail info@puenktchen-und-anton.com.

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